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Gemeindepädagogin auf Zeit

Rahel Kretzschmann übernimmt die Christenlehre bis zum Sommer 2019. Diese Aufgabe ist ihr eine Herzensangelegenheit.

© André Braun

Von Sylvia Jentzsch

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Döbeln. Rahel Kretzschmann ist Mutter von vier Kindern, hat einen Haushalt zu managen und übernimmt trotz Elternzeit eine zusätzliche Aufgabe. Die studierte Religionspädagogin hat sich bereit erklärt an zwei Nachmittagen in der Woche die „Senfkörner“ (Kinder der 1. bis 3. Klasse) und die Jugendschar zu leiten. Dabei wird den Mädchen und Jungen auf kindgerechte Art und Weise die biblische Geschichte nahegebracht und Parallelen zur heutigen Zeit gefunden. Diese und andere Aufgaben hatte bisher Stephanie Hagedorn, die zurzeit ihre Mutterschutz- und Elternzeit genießt. Pfarrer Lutz Behrisch fragte bei Rahel Kretzschmann nach, ob sie die beiden Kindergruppen übernehmen würde. Und sie sagte sofort zu. „Zum einen habe ich für diese Aufgabe ein abgeschlossenes Studium und auch schon in diesem Bereich Berufserfahrungen gesammelt. Zum anderen lässt sich die Zeit, die ich für die Christenlehre benötige, gut mit der Arbeit meines Mannes koordinieren“, sagte Rahel Kretzschmann. Der ist Jugendwart des Kirchenbezirkes Leisnig-Oschatz. Wegen dieser Stelle ist die junge Familie vor vier Jahren von Meran nach Döbeln gezogen. Beide arbeiteten damals als Religionspädagogen in Meran beziehungsweise in Glaucha. Helena (12) und Theresa (9) waren da schon auf der Welt. Nun gehören noch Ludwig (4) und die elf Monate alte Valeska zur Familie. Rahel Kretzschmann ist eingesegnet zur Diakonin und lebt in der Familie und im Ehrenamt den christlichen Glauben. Musik spielt bei den Kretschmanns eine große Rolle. Die Religionspädagogin spielt Geige, Gitarre und Flöte sowie ein bisschen Klavier. Auch die älteren Töchter erlernen ein Instrument.

Kinder und Eltern des evangelischen Kindergartens kennen Rahel Kretzschmann sehr gut. Denn von 2015 bis zum Mutterschutz war sie dort Erzieherin und wird im August 2019 wieder im Einsatz sein. „Mir ist es wichtig, dass es die zwei Gruppen weiterhin gibt. Denn die Kinder kommen gern und sind Feuer und Flamme“, so Rahel Kretzschmann.