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Bischofswerda
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Gemeinderat beschließt Lärmaktionsplan

In Autobahnnähe und an der B 98 ist es laut. Doch Hoffnung, dass es bald besser wird, sollten sich Anwohner in Rammenau nicht machen.

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Besser mit Ohrstöpsel in Rammenau? In Autobahnnähe und an der B 98 ist es laut.
Besser mit Ohrstöpsel in Rammenau? In Autobahnnähe und an der B 98 ist es laut. © Robert Michael

Rammenau. Der Gemeinderat von Rammenau hat in seiner jüngsten Zusammenkunft unter anderem den Lärmaktionsplan beschlossen. Mit dem Plan soll für die Gesundheit der Einwohner gesorgt werden. Denn in dem Dokument wird erfasst, wo die Lärmschwerpunkte im Ort liegen. In Rammenau seien vor allem Grundstücke im Bereich der B 98 von der Ortseinfahrt aus Richtung Bischofswerda kommend bis zur Kreuzung an der Staatsstraße 158 und die Häuser im Bereich der Waldscheibe in der Nähe der Autobahn betroffen. „Gerade dort oben ist der Lärm schon allein vom Empfinden her wirklich unangenehm“, so der Bürgermeister. Straßenbaulastträger ist in beiden Fällen nicht die Gemeinde Rammenau. Aus diesem Grund hat sie auch so gut wie keine Möglichkeit, wirklich etwas für den Lärmschutz zu bewegen.

Die Kartierung habe man gemeinsam mit der Stadt Bischofswerda erarbeitet, die im Rahmen der Verwaltungsgemeinschaft auch Aufgaben des Bauamtes übernommen hat, so Rammenaus Bürgermeister Andreas Langhammer. Vor der Beschlussfassung konnten Bürger in den öffentlich ausgehangenen Lärmaktionsplan Einsicht nehmen und Hinweise geben. Besagter Plan bildet nun die Grundlage, um Forderungen zur Lärmminderung an Baulastträger zu stellen, so der Bürgermeister. „Die Baulastträger müssen die Forderungen dann abwägen und wenn sie berechtigt sind, überlegen, wie sie Abhilfe schaffen.“ Zum Beispiel durch den Aufbau von Lärmschutzwänden und der Einbau von Lärmschutzfenstern. Laut EU-Recht sind Städte und Gemeinden verpflichtet, Geräuschbelastungen in Lärmkarten darzustellen und die Zahl der betroffenen Anwohner zu ermitteln. Auch dann, wenn die Kommunen selbst an großen Straßen nichts ändern können.

Die Gemeinde Rammenau ist da kein Einzelfall. In Teilen der benachbarten Gemeinde Burkau nervt vor allem der Verkehrslärm von der Autobahn. In Bischofswerda werden in der Lärmkartierung zwei sensible Bereiche aufgeführt: Teile der Umgehungsstraße nahe Geißmannsdorf (B 98) und die Bautzener Straße am Ortseingang aus Richtung Bautzen. Während die Stadtverwaltung kürzlich erklärte, gemeinsam mit dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) für Lärmschutz aktiv werden zu wollen, teilte die Landesbehörde gegenüber der SZ mit, man sehe aktuell keinen Handlungsbedarf. (SZ/pam/ir)

Eine interaktive Karte mit den Ergebnissen gibt es unter https://www.umwelt.sachsen.de/umwelt/25996.htm