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Genial Sächsisch

Erfinder aus Sachsen, über die man staunt

Vom Labor ins Wohnzimmer – spektakuläre Ideen aus der Region werden zu Produkten. In der neuen Serie „Genial Sächsisch“ stellt die SZ Erfinder vor.

Das sind fünf von elf Erfindungen und ihre Erfinder, die bis Juni in der Serie „Genial Sächsisch“ vorgestellt werden: Buchpapier aus Gras, Fahrradspeichen aus Textil, Biodünger aus Klee, Anti-Mücken-Socken und ein Biosensor für den weiblichen Zyklus. © Thomas Kretschel/Montage: SZ-Bildstelle

Dresden. Erst war die Idee, dann das Patent. Exakt 17.629 Mal war das in Sachsen innerhalb der letzten 15 Jahre so. Jedes vierte dieser Patente kommt aus einer Universität, Hochschule oder einem Forschungsinstitut. Vom vergleichsweise erfinderisch miesen Jahr 2018 mal abgesehen, liegt der Freistaat im vorderen Drittel der Bundesländer. 2018 hatte sich das aus bislang unbekannten Gründen geändert, die Zahl der Patentanmeldungen auf 594 nahezu halbiert. Das geht aus den Statistiken des Deutschen Patentamtes und des Sächsischen Wissenschaftsministeriums hervor.

Patente lieferten jedoch nur bedingt Anhaltspunkte, wie gut die Wissenschaft der Wirtschaft im Land nutze, meint Sachsens Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD). „Zahlreiche Forschungsergebnisse aus sächsischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen finden direkt Anwendung in unserem Land.“

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Sachsen investiert mehr als die anderen ostdeutschen Länder in Wissenschaft. Allein an den Hochschulen arbeiten 15.500 Personen hauptamtlich. 694 Millionen Euro stehen für Universitäten und Hochschulen in diesem Jahr zur Verfügung. Dazu kommen die Forschungsinstitute mit nochmals 318 Millionen Euro. Für Großgeräte und Labors wurden seit 2018 etwa 615 Millionen Euro investiert. Ungeheuere Summen, die letztlich zum Beispiel in neuen Krebstherapien und superharten Werkstoffen enden. Grundlagenforschung noch fern von Produkten ist dies vor allem.

„Wichtig und anstrebenswert ist, was Wertschöpfung und damit Einkommen und Wohlstand in Sachsen erzeugt“, sagt Eva-Maria Stange. Meist über Ausgründungen finden die wirklich neuen Produkte ihren Weg. Für Michael Schefczyk, Wirtschaftswissenschaftler für Unternehmensgründungen an der TU Dresden, ist Sachsen ein absolut spannendes Terrain. „Ich sehe hier vor allem viele gute technologiebasierte Gründungen, die anspruchsvoll und aufwendig sind. Damit brauchen sie auch viel Vorlaufzeit.“ Und Geld. Gründungskapital ist hier schwieriger zu beschaffen, als etwa in Nordrhein-Westfalen, sagt Schefczyk. Dort gebe es eine bessere Gründerkultur. „Es wird sportlicher und etwas unbürokratischer entschieden.“ Auch Wissenschaftsministerin Stange sieht noch Potential: „Sachsen braucht noch mehr konkrete Wertschöpfung, also mehr und wirkungsvolleren Transfer von Forschungsergebnissen in die meist klein- und mittelständige Wirtschaft.“

Elf solcher Erfindungen aus der Region, bei denen ambitionierten sächsischen Erfindern genau dies gelungen ist, stellt die Sächsische Zeitung in der heute beginnenden Serie „Genial Sächsisch“ vor.

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