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Geniale Idee auf dem Weg zum Traumberuf

Im Stolpener Gogelmosch-Haus wurde eine neue Art der Berufsfindung getestet. Dafür gab es jetzt eine Auszeichnung.

Von Anja Weber
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Leonie (l.) und Franziska informieren sich bei den Dürrröhrsdorfer Fleisch- und Wurstwaren über berufliche Perspektiven.
Leonie (l.) und Franziska informieren sich bei den Dürrröhrsdorfer Fleisch- und Wurstwaren über berufliche Perspektiven. © Dirk Zschiedrich

Berufswahl kann schon mal durch den Magen gehen. Diese Erfahrung machten unlängst Stolpener Schüler im Familienzentrum Gogelmosch-Haus in Stolpen.

Mit dem Thema „Berufsfindung mal anders – persönlich, regional, genial“ hatte sich das Team des Sozio- und Kulturzentrums um Heike Gestring beim Wettbewerb „Ideen für den ländlichen Raum“ beworben, der vom sächsischen Ministerium für Umwelt und Landwirtschaft ausgeschrieben wird. Das Stolpener Projekt kam bei der Jury so gut an, dass es dafür eine Anerkennung gab, verbunden mit einer Prämie in Höhe von 5 000 Euro. Die kann das Gogelmosch-Haus gut gebrauchen, um die Berufe-Aktion weiterzuführen. Sie bringt Jugendliche und Heranwachsende auf ganz persönlicher Ebene mit Unternehmen zusammen – und zwar außerhalb von Schule oder Betriebe, was eine ganz andere Atmosphäre schafft.

An jedem Projekttag haben maximal 24 Jugendliche und junge Erwachsene die Gelegenheit, im Gogelmosch-Haus zwei Unternehmen kennenzulernen. Das Umfeld ist locker und bietet Raum für kreative Aktionen, immer mit dem Ziel, den Kontakt zwischen Unternehmen und Jugendlichen auf persönlicher Ebene zu fördern. Die Firmen haben dabei die Chance, Praktikanten, Auszubildende, Werksstudenten oder Arbeitskräfte zu gewinnen. Und die jungen Menschen erhalten die Möglichkeit, sich über Berufsbilder und Unternehmen zu informieren.

Die Organisatoren lassen sich für den Berufsfindungstag etwas Kreatives einfallen. Es können Häppchen gereicht werden oder man veranstaltet ein gemeinsames Grillen oder ein kleines sportliches Event. Mit diesem Angebot will sich das Gogelmosch-Haus von Berufsmessen an Schulen oder bei Unternehmen unterscheiden. Es sei wichtig, dass alles außerhalb der Schule stattfindet und die Teilnehmer die Möglichkeit haben, sich entfalten zu können, sagen die Organisatoren.

Die erste Veranstaltung ist erfolgreich gelaufen, Ziel sei es nun, weitere Firmen als Kooperationspartner für den Gogelmosch-Verein zu gewinnen. Am Ende sollen alle profitieren: Die Firmen unterstützen den Verein und haben im Gegenzug die Möglichkeit, für sich zu werben. Eine Win-win-Situation, davon ist man im Gogelmosch-Haus überzeugt. Darüber hinaus will der Verein künftig Abendveranstaltungen für Jugendliche und Erwachsene anbieten, bei denen die Schwerpunkte Persönlichkeitstraining und Bewerbung im Vordergrund stehen. „Aufgrund des Zusammenwirkens verschiedener Partner denken wir, dass unsere Ideen umsetzbar und vor allem langfristig wirksam sein werden“, sagt Heike Gestring.

www.gogelmoschhaus.de

Sie wollen noch besser informiert sein? Schauen Sie doch mal auf www.sächsische.de/sebnitz vorbei.

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