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Neubauten fürs Stadtzentrum

Gleich an der Bürgerwiese wird an den neuen Häusern ein besonderer Hof mit Wasserspiel und Plauderecken angelegt.

© Visualisierung: SWGD

Von Peter Hilbert

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Die Sächsische Wohnungsgenossenschaft Dresden (SWGD) will in diesem Jahr weiter kräftig investieren. 21,3 Millionen Euro sind dafür geplant. Die Vorstände Mathias Schulze und Torsten Munk erläuterten Details. Erstmals seit der Wende wird die SWGD Neubauten errichten, später als andere Dresdner Genossenschaften. „Wir sind aber die mit dem größten Altbaubestand. Der fordert seinen Tribut“ , sagt Schulze. Von den rund 9 600 Wohnungen sind etwa 3 600 in Altbauten. Deshalb wurden zuerst diese saniert. Aber jetzt plant die SWGD ein besonderes Projekt.

Die Vorstände der Sächsischen Wohnungsgenossenschaft, Mathias Schulze (l.) und Torsten Munk, freuen sich schon darauf. Sie stehen vor dem Flachbau, der abgerissen wird.
Die Vorstände der Sächsischen Wohnungsgenossenschaft, Mathias Schulze (l.) und Torsten Munk, freuen sich schon darauf. Sie stehen vor dem Flachbau, der abgerissen wird. © Christian Juppe

Das Großprojekt: Moderne Wohnungen im neuen Struve-Carree

Insgesamt 1 168 Wohnungen besitzt die SWGD im Gebiet zwischen Bürgerwiese, St. Petersburger, Wiener und Gellertstraße direkt im Zentrum. Allerdings gibt es dort bisher keine Vierraumwohnungen, erklärt Vorstand Munk. „Vor allem bei Familien steigt die Nachfrage danach jedoch erheblich.“ Deshalb handelt die SWGD jetzt. Seit fast zehn Jahren steht der Flachbau auf der Struvestraße 2 leer. Der und eine alte Garage im Hof werden ab Februar abgerissen. Auf der 5 000-Quadratmeter-Fläche entstehen ab Mai eine Tiefgarage mit 76 Stellplätzen und zwei moderne Neubauten.

Im fünfstöckigen Haus direkt an der Struvestraße entstehen 58 Zwei- bis Vierraumwohnungen, die zwischen 50 und 100 Quadratmeter groß werden. Der Neubau wird behindertengerecht mit Aufzügen ausgestattet, nennt Munk einen Punkt. Im grünen Hof wird ein Gartenhaus mit drei Etagen errichtet. Die zwölf 100 Quadratmeter großen Vierraumwohnungen seien besonders für Familien geeignet. „Wir planen Fußbodenheizungen, Fenster mit Rollläden und Videosprechanlagen.“

Bei der Hofgestaltung hat sich die SWGD vom Namensgeber der Straße, Friedrich Adolph Struve, inspirieren lassen. Ihm gelang 1820 die Herstellung von künstlichem Mineralwasser. So entstehen im begrünten Hof ein Wasserspiel mit Quelle, Plauderinseln mit Bänken und ein hübscher Spielplatz. Die bei den Anwohnern gefragte Wäscherolle, die aus der Abrissgarage verschwinden muss, bleibt erhalten und kommt in den Keller des Gartenhauses. Die Kaltmieten werden zwischen 9,50 und zehn Euro liegen, erklärt Schulze. Die ersten Mieter sollen im Sommer, die letzten Ende 2018 einziehen. Insgesamt investiert die SWGD rund 10,3 Millionen Euro dafür.

Der Abschluss: Klotzscher Kirschhof bekommt neuen Parkplatz

Dieses Jahr werden die Restarbeiten am letzten der drei Klotzscher Höfe abgeschlossen, kündigt Munk an. Im Kirschhof am Göhrener Weg müssen zuletzt noch zwei Hausaufgänge einem neuen Parkplatz weichen. Außerdem werden die Außenanlagen bis Ende Juni gestaltet. Dafür sind rund 600 000 Euro geplant.

Der Mieterwechsel: Jüngere Generation löst die ersten Genossenschafter ab

Viele der ersten Mieter sind nach 50, 60 Jahren ins Alter gekommen, müssen ins Seniorenheim oder sterben. Vor allem deshalb werden voraussichtlich auch in diesem Jahr wieder etwa 800 Wohnungen frei. Junge Leute rücken nach. Die Hälfte der frei werdenden Wohnungen müssen grundhaft saniert werden. Dafür sind rund vier Millionen Euro vorgesehen.

Die zweite Runde: Handwerker rücken in der Neu- und der Seevorstadt an

Nach der Wende hatte die SWGD alle Wohnungen saniert. Jetzt folgt die zweite Runde. Etwa 3,8 Millionen Euro sind für die Häuser am Neustädter Rosengarten vorgesehen. Die Altneubauten an der Lessing-, Tieck-, Weintrauben- und Melanchthonstraße waren 1958 und 1959 erstmals bezogen worden. Von Mai bis Oktober werden Balkons angebaut, Fassaden saniert und Treppenhäuser gemalert. „Das wird eine enorme Aufwertung dieses Gebietes“, sagt Munk. Dafür müssen die Mieter aber eine geringe Modernisierungsumlage zahlen.

An der Josephinenstraße 11–19 in der Seevorstadt-West werden dieses Jahr die Treppenhäuser frisch gemalert und die Fassaden ausgebessert. Außerdem ist geplant, die Grünflächen neu zu gestalten und Spielflächen anzulegen. Dafür will die SWGD eine halbe Million Euro investieren.

Die Trinkwasser-Aktion: Kaputte Rohre werden an der Bürgerwiese ersetzt

Monteure arbeiten ab April in den Häusern Bürgerwiese 2–26. „Dort hatten wir viele Wasserohrbrüche“, sagt Munk. Deshalb werden die Leitungen erneuert. Zudem bekommen die Mieter neue Wohnungseingangstüren. Außerdem setzen Handwerker bis November Treppenhäuser malermäßig instand. Kosten: rund 2,3 Millionen Euro. Die Häuser waren 1989 gebaut worden.