Döbeln
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Zusammen stark für die Region

Auf dem Neujahrsempfang zogen Handels- und Wohngenossenschaft sowie die VR-Bank Bilanz. Getreu dem vereinten Motto gab es ein Präsent für die Musikschule.

Von Verena Toth
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Auf dem Neujahrsempfang stoßen Gast-Referent Hubert Temmeyer (links) mit Vertretern der Genossenschaften auf das neue Geschäftsjahr an.
Auf dem Neujahrsempfang stoßen Gast-Referent Hubert Temmeyer (links) mit Vertretern der Genossenschaften auf das neue Geschäftsjahr an. © Dietmar Thomas

Döbeln. Gemeinsam sind wir stark für unsere Region – unter diesem Motto haben die drei Döbelner Genossenschaften am Mittwochabend ihre regionale Bedeutung und den Gemeinschaftsgeist ihrer Unternehmen gefeiert.

Zum neunten Mal hatten die Vertreter der Raiffeisen Handelsgenossenschaft (RHG) Mittelsachsen, der VR-Bank Mittelsachsen und der Döbelner Wohnungsgenossenschaft Fortschritt (WGF) Mitarbeiter und Geschäftspartner zu ihrem Jahresempfang ins Döbelner WelWel eingeladen.

Die Vorstandsvertreter nutzten die Gelegenheit, auf das vergangene Jahr zurück und auf das bereits begonnene vorauszublicken. Ein rundum positives Fazit zog Sven Vierig von der WG Fortschritt Döbeln. „Wir konnten den Leerstand auf dem Vorjahresniveau halten, auch im sächsischen Vergleich stehen wir sehr gut da“, machte er deutlich. Auch die erfolgreichen Modernisierungen und Umbaumaßnahmen gehören zur Erfolgsbilanz dazu. „Insgesamt haben wir 140 Wohnungen saniert. 22 Bäder sogar im bewohnten Zustand. Das spricht für eine besonders gute und erfolgreiche Zusammenarbeit mit unseren Handwerkern und zur Zufriedenheit unserer Mieter“, so Vierig. Auch das ehrenamtliche Engagement der WG Fortschritt sei unbedingt hervorzuheben, 25 Gruppen beispielsweise mit Begegnungsstätten werden unterstützt.

Für das Jahr 2020 habe sich die Genossenschaft erneut große Ziele gesteckt: „Die Sanierungs- und Umbaumaßnahmen in unseren Objekten werden weitergehen. So sollen in der Blumenstraße 71 fünf Wohnungen ausgebaut werden, es wird in Döbeln Ost Komplexmodernisierungen in den oberen Etagen geben, die künftig mit einem Fahrstuhl erreicht werden sollen. Damit wollen wir die Wohnungen vor allem für Ältere attraktiv gestalten.“ Auch in Objekten in Hartha soll es Grundrissänderungen geben, in Döbeln Nord werden Fassaden saniert. „Insgesamt wollen wir in diesem Jahr 150 Wohnungen modernisieren.“

Torsten Hamann von der RHG konnte ebenfalls auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurückblicken. Vor allem weil die Baubranche boomt, sei auch das Geschäft im Handel gut gelaufen. Mit den Modernisierungen der RHG-Standorte in Döbeln und Mügeln könne den Kunden ein besseres Einkaufserlebnis geboten werden. „Denn wir spüren auch immer deutlicher die Herausforderungen der Digitalisierung. Der Onlinehandel wächst und dem müssen wir uns öffnen“, blickt der Vorstandschef voraus. Deshalb werde die RHG künftig mehr in die Logistik investieren.

Auch die Mitarbeiter der VR-Bank mussten sich den Veränderungen im Bankwesen sowohl im Kundengeschäft als auch in Bezug auf die Niedrigzinspolitik weiter anpassen. Es galt, Kosten zu sparen und neue Ressourcen zu schaffen. „Mit beispielsweise einem 15-prozentigen Wachstum im Neukundenkreditgeschäft und mit 30 Prozent mehr Wertpapierverkäufen ist uns das im vergangenen Jahr auch gelungen“, konnte Vorstandsmitglied Angelika Belletti berichten. Obwohl das Online-Geschäft immer mehr an Bedeutung gewinne, sei für die Genossenschaftsbank aber die lokale Erreichbarkeit weiterhin wichtig. Deshalb würden auch Veranstaltungen wie der Familientag im Theater weiterhin zu den Höhepunkten zählen. „In diesem Jahr findet der Familientag am 5. April im Döbelner Theater statt“, so Belletti.

Gastredner des traditionellen Empfanges war Hubert Temmeyer, Präsident der Hauptverwaltung der Deutschen Bundesbank Sachsen und Thüringen. Der Finanzexperte gab den Gästen einen Einblick in die komplizierte Welt der europäischen Zinspolitik. Ihrem Motto getreu haben die Genossenschaften abschließend einen gemeinsamen Spendenscheck an die Musikschule Döbeln in Höhe von 600 Euro übergeben. Ein siebenköpfiges Blechbläserensemble hatte für die musikalische Umrahmung des Empfangs gesorgt.

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