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Georgenburg wird zum Erlebnis

Die Sanierung des Areals auf der Festung Königstein ist bald beendet. Besucher sollen in die Vergangenheit eintauchen.

© SZ/G. Klehm

Von Katharina Klemm

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Königstein. Wenn die Sanierungsarbeiten an der Georgenburg im April abgeschlossen werden, zieht schon bald darauf die Verwaltung dort ein. Im Erdgeschoss entstehen auch Ausstellungsräume. Dieses Jahr sollen sie offiziell eröffnet werden, 399 Jahre nachdem Johann Georg I. es in ein Renaissanceschloss umbaute, so Angelika Taube, Geschäftsführerin der Festung Königstein gGmbH beim Jahrespressegespräch.

Wie zuvor werden auch das Staatsgefängnis auf der Festung und die Bau- und Nutzungsgeschichte der Georgenburg thematisiert – aber eben neu gestaltet. Beispielsweise wird ein nach neuesten Forschungserkenntnissen gestaltetes Modell der spätgotischen Burg den Besuchern vermitteln, wie der Teil der Festung um etwa 1500 ausgesehen hat.

In vier Räumen soll die Ausstellung zum Staatsgefängnis untergebracht werden. An mehreren Medienstationen sollen Besucher dann zu ehemaligen Gefangenen, wie etwa Johann Friedrich Böttger, dem Miterfinder des europäischen Porzellans, recherchieren können. Außerdem wurde eine Zelle von 1790 sowie eine Wachstube mit lebensechten Figuren nachgebildet. Deren fiktive Gespräche können quasi belauscht werden. „Wir wollen unsere Besucher so noch mehr in das Leben von damals eintauchen lassen“, so Festungschefin Taube.

Zwei neue Räume laden ab Sommer zum Schauen, Staunen und Entdecken ein. Dort wird unter anderem die historische, handbetriebene Wäschemangel der Festung aus dem 19. Jahrhundert aufgestellt. Kinder können dann erleben, wie so eine Wäscherolle funktioniert hat. Die passende Wäsche ist bereits gekauft.