merken

Politik

Dresden-Preis-Träger in Italien rehabilitiert

Italiens oberstes Gericht hebt die Vorwürfe gegen den Bürgermeister des Flüchtlingsdorfes Riace, Domenico Lucano, auf. Ausgestanden ist der Streit damit aber nicht.

Über 20 Jahre hatte Lucano das Flüchtlingsdorf Riace zu einem Modell gemacht, wie Einheimische und Flüchtlinge gleichberechtigt miteinander leben können. © imago/Insidefoto

Rom/Dresden. Italiens oberstes Gericht hat den Bürgermeister des Flüchtlingsdorfes Riace, Domenico Lucano, rehabilitiert. Der Kommunalpolitiker war im Oktober 2018 zunächst unter Hausarrest gestellt und dann mit einem Aufenthaltsverbot in seinem Heimatort belegt worden. Die Behörden warfen ihm unrechtmäßige Vergabe von kommunalen Aufgaben sowie die Begünstigung von Scheinehen vor. Nun stellte der Oberste Gerichtshof fest, dass in keinem der Anklagepunkte ein Fehlverhalten Lucanos vorliege.

Lucano hatte sich an das Gericht gewandt, um gegen sein erzwungenes Exil vorzugehen. Seit einem halben Jahr durfte er Riace nicht mehr betreten. Nun muss das Gericht im kalabrischen Locri entscheiden, ob das Aufenthaltsverbot aufgehoben und ein Prozess gegen Lucano eröffnet wird.

Anzeige
Symbolbild Anzeige

Das perfekte Fahrgefühl: der City-SUV

Nicht nur das kompakte Design ist beeindruckend, sondern auch die Ausstattung: Am besten gleich eine Probefahrt mit dem neuen T-Cross von Volkswagen buchen.

„Wir sind glücklich über das Votum des Obersten Gerichtshofs in Italien“, sagt Heidrun Hannusch, Vorstandsvorsitzende des Vereins „Friends of Dresden Deutschland“, der 2017 Domenico Lucano den internationalen Friedenspreis „Dresden-Preis“ verliehen hatte. (SZ)

Osterüberraschung