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Gericht entscheidet zur Friedensburg

Ein Obdachloser dringt in fremde Wohnungen ein, weil er einen Platz zum Schlafen wollte. Jetzt hat er für längere Zeit eine warme und sichere Unterkunft.

Radebeul. Am Freitag soll am Oberverwaltungsgericht in Bautzen eine wichtige Entscheidung für Radebeul fallen. Gilt die Festlegung der Stadt, dass der Besitzer der Friedensburg in dem Haus eine Gaststätte betreiben muss, oder kann er das Haus ausschließlich für Wohnungen nutzen?

Seit mehr als zehn Jahren liegen mit dem Ärger die Besitzer und die Stadt im Streit. Zwar hatte damals der Käufer selbst im Bauantrag Gaststättenbetreibung angegeben und war damit dem Stadtwillen entgegengekommen. Doch wenig später hatte er es sich anders überlegt und die Friedensburg de facto so hergerichtet, dass sie nur noch zum edlen Wohnen dient. Auch hatte er versucht, die Immobilie als Luxuswohnort für mehr als drei Millionen Euro zu verkaufen. Wie die feine Immobilie genutzt werden darf, entscheidet vor allem über ihren Wert.

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Ob Wohnungen oder Gastronomie – der Unterschied ist groß. Das jüngste Gutachten nennt bei gastronomischer Nutzung 500 000 Euro, bei Wohnnutzung 2,35 Millionen Euro Verkehrswert. Vom überschuldeten Vorbesitzer Carsten Weinberg hatte der neue Besitzer Oliver Kreider die Friedensburg aus einer Zwangsversteigerung übernommen. Zwei Millionen Euro bot Kreider, in der Hoffnung, dass die Auseinandersetzung mit der Stadt zugunsten des Wohnens ausgeht. (SZ/per)