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Bautzen

Gericht streitet um Gutachten

Ein tödlicher Unfall beschäftigt derzeit das Bautzener Amtsgericht. Noch immer geht es einer wichtigen Frage nach.

Am 5. Juni 2017 ereignete sich an der Kreuzung der Neukircher und Brösanger Straße bei Doberschau ein tödlicher Unfall.
Am 5. Juni 2017 ereignete sich an der Kreuzung der Neukircher und Brösanger Straße bei Doberschau ein tödlicher Unfall. © LausitzNews.de/Jens Kaczmarek

Bautzen. Im Prozess um einen tödlichen Unfall hat am Donnerstag ein zweiter Gutachter gesprochen. Seit Juli muss sich ein Mann vor Gericht verantworten. Der 35-Jährige soll 2017 an der Kreuzung der Neukircher und Brösanger Straße bei Doberschau einen Motorradfahrer übersehen haben und so mit ihm zusammengestoßen sein. Der Motorradfahrer starb an den Folgen des Unfalls.

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Ein erster Gutachter war zu dem Ergebnis gekommen, dass der Motorradfahrer mit den erlaubten 70 Stundenkilometern unterwegs gewesen sein muss und der Autofahrer den Mann hätte rechtzeitig sehen können. Weil die Berechnungen des Gutachters auf veralteten Automodellen basierten, legte an diesem Donnerstag ein zweiter Gutachter sein Ergebnis vor – und das unterscheidet sich stark vom ersten Gutachten. Der Mann kommt zu dem Ergebnis: „Die 70 hat der Motorradfahrer mit Sicherheit missachtet“, vielleicht fuhr er sogar über 100 km/h. Auch der Motorradfahrer hätte, davon ist der Gutachter überzeugt, den Unfall vermeiden können – hätte er sich an die Geschwindigkeitsbegrenzung gehalten. Mit vielen Zahlen warfen Gutachter, Anwalt und Richterin um sich. Ein Urteil fiel noch nicht, das Gutachten soll erst schriftlich ausgearbeitet werden. Ein Ergebnis wird für Oktober erwartet.

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