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Gericht weist Klage gegen Klinik ab

Wegen Komplikationen nach einer Hand-OP wollte eine Löbauerin gegen das Klinikum Oberlausitzer Bergland vorgehen.

© Peter Steffen/dpa

Von Jens-Rüdiger Schubert

Löbau/Görlitz. Die Zivilkammer des Görlitzer Landgerichts hat eine Feststellungsklage gegen das Klinikum Oberlausitzer Bergland abgewiesen. Mit diesem Rechtsmittel wollte eine 41-jährige Löbauerin erreichen, dass sie gegen das Klinikum vorgehen kann. Der Grund dafür ist eine Hand-OP, mit deren Ergebnis die Klägerin nicht zufrieden war. Bei einem Sturz in der letzten Silvesternacht hatte sie sich einen Knochenbruch an der Hand zugezogen. Bei der anschließenden OP wurde zur Stabilisierung eine Metallplatte eingesetzt und diese mit drei Schrauben fixiert. Jedoch kam es zu Einschränkungen in der Beweglichkeit der Hand, deren Ursache die Löbauerin in den verwendeten Schrauben sah. Mindestens eine davon soll den langen Daumenstrecker – eine Sehne in der Hand – verletzt haben.

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Deshalb erhob sie Feststellungsklage, damit die rechtliche Grundlage für Forderungen bestätigt wird. Dazu kam es aber nicht. Das Gericht wies die Klage ab. In ihrer Begründung berief sich die Kammer auf die Aussagen eines bestellten Gutachters. Der Sachverständige stellte fest, dass die Hand-OP nach den Regeln der ärztlichen Kunst durchgeführt wurde. Aber auch, dass nach Sichtung des vorliegenden Materials die Spitze einer, oder mehrerer Schrauben überstanden. Dies sei aber kein grober Behandlungsfehler und auch nicht unbedingt die Begründung für die Verletzung des langen Daumenstreckers. Die Sehne könne auch aus anderen Gründen verletzt worden sein. Zum Beispiel durch Durchblutungsstörungen. Der Sachverständige stellte weiter fest, dass es sich bei einem solchen Bruch um eine typische Komplikation an einer typischen Stelle handelt. Das werde auch in der Leitlinie so dargestellt. Aufgrund der Besonderheiten des Bruchs und der deswegen notwendigen medizinischen Fixierungen sind auch Sehnenbeschädigungen möglich. Das ist ein bekanntes, aber nicht in jedem Fall vermeidbares Problem. Die Zivilkammer des Görlitzer Landgerichts wies darauf hin die Feststellungsklage der Löbauerin ab.