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Gericht zahlt 70.000 Euro Porto

Die Portokosten sind am Amtsgericht Dippoldiswalde ein bedeutender Kostenpunkt.

Die Portokosten sind am Amtsgericht Dippoldiswalde ein bedeutender Kostenpunkt. Allein im vergangenen Jahr hat es nach Auskunft von Amtsgerichtsdirektor Joachim Thomas dafür rund 70.000 Euro ausgegeben. Auch andere alltägliche Bürokosten wie Kopien und Aktendeckel fallen ins Gewicht. Dafür hat das Gericht 2013 rund 10.000 Euro berappen müssen.

Dabei kann die Nutzung der elektronischen Datenverarbeitung beim Gericht den Papierausstoß in Einzelfällen sogar erhöhen. Es gibt zwar Rechtsanwälte, die ihre gesamten Dokumente im Computer mit sich tragen. Darin sind auch die Akten ganzer Prozesse enthalten. Auch die Justizbehörde ist längst dabei, auf die elektronischen Akten umzustellen.

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Wenn aber jemand an dem Verfahren beteiligt ist, der technisch nicht auf diesem Stand ist, kann derjenige dennoch verlangen, dass er die komplette Akte zur Verfügung gestellt bekommt. Dann ist das Gericht verpflichtet, die elektronischen Dokumente auszudrucken. So entstehen Extra-Kosten für Papier und Drucker.

Auch die Portokosten sind am Gericht höher als in einem Privatunternehmen. Die Justiz muss vieles schriftlich verschicken, oft sogar als Einschreiben, damit gesichert ist, dass die Empfänger die Post tatsächlich erhalten. (SZ/fh)