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Meißen

Gerichtsverfahren um toten Schulamtschef

Nach Ostern steht ein 43 Jahre alter Unternehmer aus Niederau wegen fahrlässiger Tötung vor Gericht. Er war auch betrunken.

Das Rad erinnert an den tödlichen Unfall an dieser Stelle der S 81. © Arvid Müller

Meißen/Dresden. Am 23. April ab 9 Uhr findet am Amtsgericht Meißen die Hauptverhandlung wegen der fahrlässigen Tötung des Dresdner Schulamtsleiters Falk Schmidtgen statt. Das hat das Amtsgericht am Freitag mitgeteilt. Einem 43-jährigen Selbstständigen aus Niederau wird vorgeworfen, am 27. November vorigen Jahres auf der Staatsstraße 81 aus Friedewald kommend in Fahrtrichtung Auer unter Alkoholeinfluss mit seinem Auto den Dresdner Schulamtsleiter Falk Schmidtgen als Fahrradfahrer tödlich verletzt zu haben. Dabei stand der Angeklagte unter Alkoholeinfluss. Ein Blutalkoholtest ergab knapp 1,7 Promille. Verschärfend kommt hinzu, dass der Niederauer einen Monat zuvor schon einmal erwischt wurde, als er betrunken mit dem Auto fuhr.

Der 54-jährige Schmidtgen war an jenem Tag kurz vor 20 Uhr mit dem Fahrrad auf dem Heimweg von Dresden nach Weinböhla, als er auf der S 81 zwischen Friedewald und Auer, etwa 300 Meter nach dem Abzweig Friedewald, von dem Fiat Ducato des Angeklagten von hinten gerammt wurde. Der Vater dreier Kinder wurde mehrere Meter durch die Luft geschleudert und erlag noch am Unfallort seinen Verletzungen.

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Nach dem Unfall gab es Diskussionen, ob der Unfall hätte verhindert werden können, wenn es einen Radweg entlang der Staatsstraße 81 gäbe. In einer Petition unterschrieben 3 000 Personen für den Bau eines solchen Radweges.

Die Verhandlung findet vor dem Schöffengericht statt. Das ist immer dann der Fall, wenn eine Strafe zwischen zwei und vier Jahren zu erwarten ist. Das gesetzliche Strafmaß für fahrlässige Tötung beträgt Geldstrafe bis zu Freiheitsstrafe von fünf Jahren.