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Gerüchte um Anschlagspläne

Angeblich wollen Asylbewerber in Bautzen für Unruhe sorgen. Die Polizei widerspricht diesen Darstellungen.

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© dpa

Bautzen. Die Kriminalpolizei prüft Gerüchte, wonach Asylsuchende mutmaßlich planen sollen, in den kommenden Tagen im Bautzener Stadtgebiet für Unruhe zu sorgen. Die Verantwortliche eines Asylbewerberheimes im Raum Bautzen setzte die Polizei hiervon am Montagmittag in Kenntnis. Demnach soll sich ihr ein 17-jähriger syrischer Heimbewohner am Sonntagabend anvertraut haben, teilte Polizeisprecher Thomas Knaup Montagabend mit.

Auf Facebook waren am Montagnachmittag Gerüchte durch eine selbst ernannte „Bürgerbewegung Bautzen“ verbreitet worden. So warnen die Verfasser beispielsweise davor, dass Familien oder Kinder das Bautzener Stadtzentrum meiden sollten. In dem Post treffen sie noch weiterführende Aussagen, die nach Polizeiangaben ausschließlich auf Gerüchten beruhen. Unterstellt wird „eine Art Rachefeldzug nach den letzten rechts gerichteten Vorkommnissen“ in der Stadt. Selbst von einem „Bombenanschlag“ ist unter Berufung auf „Insiderinformationen“ die Rede.

Die Polizei widerspricht dieser Darstellung und stellte am Montagabend klar: „Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sind die im Raum stehenden Gerüchte hochspekulativ. Die Untersuchungen des Dezernats Staatsschutz der Kriminalpolizeiinspektion dauern an, um den Wahrheitsgehalt der Informationen zu prüfen.“ Nach derzeitigem Kenntnisstand gebe es keinerlei Gründe, das Bautzener Stadtgebiet zu meiden oder übervorsichtig zu sein. Die Polizei werde auch in den nächsten Tagen im Bautzen unverändert präsent sein, sagte Thomas Knaup. (SZ)