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Geschenkgutscheine sind der Renner

Schon 107 Geschäfte nehmen die Zehn-Euro-Bons an, um die Händler in der Stadt zu stärken. Die Aktion wird nun ausgebaut.

© Claudia Hübschmann

Von Marcus Herrmann

Meißen. Langsam aber sicher geht die erste, 3 500 Gutscheine starke Auflage, zur Neige. Besonders erfreut darüber ist Meißens Stadtmarketing-Chef Christian Friedel.

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„Die Aktion Meißner Geschenkgutschein hat meine Erwartungen übertroffen. Schon weit über 100 Händler und Geschäfte im ganzen Stadtgebiet nehmen die Gutscheine an. Über 2 500 Stück wurden verkauft“, sagt der 38-Jährige.

Im Dezember 2015 hatte die Verteilung der zehn Euro teuren Wertmarken begonnen. Verkaufsstellen sind die beiden Volksbank-Raiffeisenbanken, die Bücherei Buch und Presse, die Tourist-Info, die Sonnenapotheke an der Dresdner Straße, die Verkehrsgesellschaft Meißen und das Bürgerbüro am Markt.

„Bei uns sind schon 750 Gutscheine gekauft worden“, sagt die Leiterin der Meißner Tourist-Info Karolin Burstein erfreut. Probleme bei den inzwischen 107 Akzeptanzstellen sind ihr nicht bekannt.

Egal ob beim Blumenhändler, Fisch-Laden oder der Bücherei – wer den Gutschein hat, darf sich Waren im Wert von zehn Euro aussuchen.

Ziel der Aktion ist es, die Händler in der Stadt zu unterstützen und das Geld der Meißner auch möglichst in Meißen zu lassen. „In den nächsten Wochen und Monaten werden wir die Aktion weiter ausbauen und natürlich fortführen“, sagt Christian Friedel.

Werbung auf neuen Einkaufsbeuteln

Ständig würden neue Händler dazu kommen, die mitmachen. Außerdem sei als Nächstes geplant, in den Ausgabestellen auch mit Plakaten für die Geschenkgutscheine zu werben. Die ersten A3-Banner sind bereits gefertigt. Darüber hinaus wird es schon bald eine bestimmte Anzahl von einheitlichen Einkaufsbeuteln geben, die in den Läden ausgegeben werden und für den Gutschein werben.

„Momentan sammele ich Ideen, welche Motive für die Stoffbeutel infrage kommen. Favoriten seien bisher entweder das offizielle Stadt-Emblem oder ein Bild der Meißner Albrechtsburg“, erläutert Friedel.

Um den Ladengeschäften noch mehr Anreize zu geben, mitzumachen, soll bis zum Sommer jeder Händler auf der Homepage der Stadt Meißen oder auch einer eigenen Online-Plattform eine kleine Präsentation machen können. „Damit die Leute einen schnellen Einblick haben, was die einzelnen Geschäfte auszeichnet“, sagt der Marketing-Leiter.

Ob es dann kleinere Image-Filme oder Kurztexte sind, darüber gebe es gerade Verhandlungen. Deutliches Zeichen, dass sich die Geschenkgutscheine wachsender Beliebtheit erfreuen, sind neuerdings Aktionen von städtischen Unternehmen. So vergibt die Stadtentwicklungsgesellschaft Seeg inzwischen Gutscheine im Wert von 150 Euro an neue Kunden. Andere Unternehmen gehen ähnliche Wege, so Friedel. Wegen dieser Initiativen und einer noch zu verstärkenden Bewerbung für die Aktion, ist er sich sicher, dass bald schon eine neue Auflage in Auftrag gegeben werden muss.

Mit der Bedruckung sowie der Gestaltung und Produktion von Aufklebern und Tüten entstehen der Stadt als Initiator Kosten in Höhe etwa 5 000 Euro.

„Über die Hälfte davon refinanzieren wir durch kleine Beiträge der teilnehmenden Geschäfte“, sagt Friedel. So zahlen kleine, private Geschäfte 30 Euro, Filialen und Hotels 60 Euro und größere Unternehmen 90 Euro als eine Art Unkostenbeitrag.

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Über weitere Geschäfte, die an der Gutschein-Aktion teilnehmen möchten, würde sich Christian Friedel freuen. „Es gibt in dieser Hinsicht keine Begrenzung. Umso mehr mitmachen, umso besser“, sagt er. Neue Ausgabestellen für die Gutscheine seien dagegen nicht geplant.

Die einzelnen Akzeptanzstellen sind auf der Seite www.stadt-meissen.de aufgeführt