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Kamenz

Gespenster-Allee an der Straße der Einheit?

Sollen die acht stattlichen Pappeln in Kamenz etwa ganz fallen? Leser sorgen sich darum. Die Stadt gibt Entwarnung.

Zugegeben: Momentan sieht der Beschnitt etwas unansehnlich und erschreckend aus. Besorgte Anwohner können aber aufatmen – die acht Pappeln bleiben stehen. Es handelt sich hierbei nur um eine Verkehrssicherungsmaßnahme der SWG.
Zugegeben: Momentan sieht der Beschnitt etwas unansehnlich und erschreckend aus. Besorgte Anwohner können aber aufatmen – die acht Pappeln bleiben stehen. Es handelt sich hierbei nur um eine Verkehrssicherungsmaßnahme der SWG. © privat

Kamenz. Seit letzter Woche gibt es entlang der Straße der Einheit in Kamenz Baumschnitt-Arbeiten, die einigen Vorübereilenden negativ auffallen. „Eine einmalig schöne Pappel-Allee wurde innerhalb von ein paar Tagen in eine Gespenster-Allee verwandelt“, sagt ein Anwohner. „Was soll das werden, fragen sich viele vor Ort und wer ist der Auftraggeber? Wenn es wirklich eine Notwendigkeit dafür gab, wann und wo erfolgt dann eine Ersatzpflanzung? Denn so wie es gegenwärtig aussieht, werden die Bäume komplett fallen“, heißt es am Lesertelefon.

In der Kamenzer Stadtverwaltung weiß man über diese Aktion Bescheid. Und hat den Auftragauslöser, die Städtische Wohnungsgesellschaft (SWG), nochmals dazu befragt. „Diese acht benannten Bäume mussten dringend verschnitten werden. Es handelt sich hierbei um eine Verkehrssicherungsmaßnahme“, weiß Stadtsprecher Thomas Käppler. Die Pappeln sind schon etwa 30 Jahre alt. Mit zunehmendem Alter werden die größeren Äste morsch und können abbrechen. Vor allem nach so schlimmen Trockenjahren, wie den letzten beiden, heißt es.

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„Es war also lediglich eine vorausschauende Sache, hier die Säge anzusetzen“, so Käppler. Natürlich sieht das erst einmal – besonders bei Pappeln – unansehnlich und etwas erschreckend aus. Wer sich aber ein bisschen im Baumverschnitt und Garten auskennt, weiß, dass gerade die Pappel nach geraumer Zeit wieder extrem gut neue Triebe bekommt und schnell regelrecht nachwuchert. Sie schlagen wieder wie wild aus – mehr als einen Meter pro Jahr. „Also keine Angst, im nächsten Frühjahr wird das Blattwerk wieder dicht sein“, heißt es. Aus diesem Grund ist auch keine Ersatzpflanzung vonnöten, denn die acht Pappeln werden nicht abgeholzt.