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Gespräche nicht verweigern

Mario Sefrin kommentiert die Forderungen der Musikschullehrer im Dreiländereck.

Auch wenn die Argumente um fehlendes Geld und die Auswirkungen einer tariflichen Bezahlung der Musiklehrer auf die Kreismusikschule nachzuvollziehen sind: Den Lehrern Gespräche über einen Haustarifvertrag zu verweigern, das kann und darf nicht sein. Dass sich die Lehrer verschaukelt fühlen und bei ihnen der Unmut über ein jahrelanges Hinhalten in Sachen gerechte Bezahlung wächst, ist verständlich. Und dass sie sich für ihr Anliegen die Unterstützung einer Gewerkschaft sichern, ist ihr gutes Recht. Auch wenn das manchem nicht passt.

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Das Mindeste, was der Landkreis als Gesellschafter der Kreismusikschule tun kann – ja tun muss – ist, Gespräche zu führen mit den betroffenen Lehrern, die ein berechtigtes Anliegen haben. Was am Ende bei diesen Gesprächen herauskommt, steht auf einem anderen Blatt. Sicher ist: Es muss eine Lösung geben. Und wenn das Geld, wie in so vielen anderen Bereichen auch, nicht reicht, muss der Protest darüber eben weitergetragen werden: nach Dresden. Dorthin, wo die Politik für dieses Land gemacht und wo das Geld verteilt wird. Und wo Prioritäten auch schnell ganz anders gesetzt werden können – wenn man will.

Augusto
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