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Geständnis im Kinderpornofall

Stadt- und Kreisrat Martin S. muss vorerst nicht ins Gefängnis. Das Landgericht Bautzen setzte eine einjährige Haftstrafe zur Bewährung aus.

© lausitznews.de

Bautzen. Vor dem Landgericht in Bautzen hat Martin S. am Dienstag alles zugegeben: Der 34-jährige Kamenzer gestand in vollem Umfang, Unmengen von Fotos und Filmen mit Kinderpornografie besessen zu haben, die er sich über einen längeren Zeitraum aus einschlägigen Internetportalen heruntergeladen und dabei auch anderen Nutzern zur Verfügung gestellt hatte. Diesen Tatvorwurf der Staatsanwaltschaft hatte das Amtsgericht Kamenz bereits im Oktober letzten Jahres als erwiesen angesehen und S. wegen Besitz, Erwerb und Verbreitung von kinderpornografischen Schriften zu einer 14-monatigen Haftstrafe ohne Bewährung verurteilt – obwohl er da noch behauptete, unschuldig zu sein und auf einen möglichen Hackerangriff verwies. Das Urteil in zweiter Instanz fällt aufgrund des umfassenden Geständnisses nun milder aus: Das Schöffengericht hält nun eine Haftstrafe von einem Jahr für angemessen, setzte sie aber auf drei Jahre zur Bewährung aus. S. wird sich regelmäßig bei einem Bewährungshelfer melden müssen.

Pikant: Das ehemalige NPD-Mitglied Martin S. sitzt für die Bürgervereinigung für Mitbestimmung und Bürgerbeteiligung sowohl im Kreistag als auch im Kamenzer Stadtrat. (szo)

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