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Gestörte Beziehung

Frankfurt am Main. Mein Bankberater, wer ist das?, fragen sich 21 Prozent der Bankkunden in Deutschland. So hoch ist der Anteil derjenigen, die keinen Kontakt zu ihrem Geldinstitut haben. Zu diesem Ergebnis kommt die auf Finanzdienstleister spezialisierte Unternehmensberatung Eurogroup Consulting.

Frankfurt am Main. Mein Bankberater, wer ist das?, fragen sich 21 Prozent der Bankkunden in Deutschland. So hoch ist der Anteil derjenigen, die keinen Kontakt zu ihrem Geldinstitut haben. Zu diesem Ergebnis kommt die auf Finanzdienstleister spezialisierte Unternehmensberatung Eurogroup Consulting. Umgerechnet heißt das, 13,6 Millionen Kunden kommunizieren nie mit ihrer Bank, weder in persönlichen Gesprächen, noch telefonisch oder per E-Mail. Dabei ist es nicht so, dass all diese Kunden in Ruhe gelassen werden möchten. Rund ein Drittel von ihnen würde sich eine persönliche Beratung wünschen, heißt es.

Der typische Bankkunde hat nur ein- bis zweimal im Jahr Kontakt mit einem Berater. Auf 45 Prozent der Deutschen trifft dies zu. Nur 34 Prozent haben nach eigenen Angaben mindestens dreimal im Jahr Kontakt, die übrigen 21 Prozent gar nicht. Jedoch spiegelt dies nicht die Bedürfnisse der Kunden wider. Umgerechnet 4,5 Millionen Bankkunden wünschen sich laut der Studie einen persönlichen Kontakt zu ihrer Bank.

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Wie intensiv der Austausch zwischen Kunde und Berater ist, hängt auch vom Einkommen ab. Kunden mit einem eher niedrigen Haushaltsnettoeinkommen zwischen 1 000 und 2 000 Euro haben am wenigsten Kontakt mit ihrem Kreditinstitut: Jeder Dritte aus dieser Einkommensklasse wird als Bankkunde vernachlässigt. In den Einkommensklassen über 2  000 Euro ist dieser Anteil deutlich kleiner. (dpa)