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Gesundheit

Gesundheit aus der Wasserflasche?

Können Heilwässer wirklich heilen? Was steckt überhaupt in den Wässern und wie wirken sie?

© dpa/Oliver Stratmann (Symbolfoto)

Bonn. Heilwässer zugelassen als Naturarzneimittel, die ihre vorbeugenden, lindernden und heilenden Wirkungen wissenschaftlich nachweisen müssen. Sie können zum Beispiel bei Sodbrennen, träger Verdauung oder Übersäuerung helfen und zum Schutz vor Osteoporose beitragen. Welche Inhaltsstoffe wofür gut sind, erklären wir hier:

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Zu Hause, unterwegs, in der Pause – Sächsische.de kann man nicht nur lesen, sondern auch immer und überall hören. Hier befinden sich unsere Podcasts.

Knochenschutz zum Trinken: Kalzium

Kalzium brauchen wir als Bausubstanz für Knochen und Zähne. Wer ausreichend Kalzium aufnimmt, stärkt seine Knochen in jedem Alter und hilft, sie später vor Osteoporose zu schützen. Viel Kalzium ohne Kalorien liefern kalziumreiche Heilwässer ab etwa 250 mg Kalzium pro Liter.

Kampf dem Krampf: Magnesium gegen müde Muskeln

Magnesium ist nötig, um unsere Muskelbewegungen zu aktivieren. Ein Magnesiummangel kann daher Muskelzittern, Krämpfe oder Verspannungen verursachen. Reichlich Magnesium steckt in magnesiumreichen Heilwässern ab etwa 100 mg Magnesium pro Liter.

Bringt einen trägen Darm in Schwung: Sulfat

Mit Sulfat brachten schon unsere Vorfahren einen trägen Darm auf Trab. Da Sulfat Wasser bindet, wird der Stuhl geschmeidiger. Zudem kurbelt es die Produktion von Verdauungssäften an. Und die Flüssigkeit aus sulfatreichen Heilwässern sorgt ebenfalls dafür, dass im Bauch alles seinen geregelten Gang geht.

Durstlöscher gegen Sodbrennen: Hydrogencarbonat-Heilwasser

Sodbrennen entsteht durch zu viel Magensäure, die in die Speiseröhre gelangt. Hydrogencarbonat neutralisiert die Säuren und löscht so nicht nur den Durst, sondern auch das Brennen im Hals. Ein Glas Hydrogencarbonat-Heilwasser zum Wein hilft oft gegen Sodbrennen.

Wasserhaushalt schneller ausgleichen mit Natrium

Bei Sport oder Hitze verlieren wir mit dem Schweiß Flüssigkeit und Mineralstoffe, insbesondere Natrium. Studien zeigen: Wer die Verluste mit einem natriumreichen Heilwasser ersetzt, kann den Wasserhaushalt schneller wieder ausgleichen und bleibt leistungsfähiger.

Säure-Basen-Balance ins Lot bringen mit Hydrogencarbonat

Durch unsere übliche Ernährung mit viel Fleisch und tierischem Eiweiß entstehen vermehrt Säuren im Körper. Einer schleichenden Übersäuerung können Heilwässer mit viel Hydrogencarbonat entgegen wirken, da Hydrogencarbonat den natürlichen Säurepuffer unterstützt und Säuren neutralisiert.

Magen, Darm und Harn sanft anregen mit moderater Kohlensäure

Kohlensäure sorgt für frischen Geschmack und prickelt schön. Doch zugleich kann sie auch Magen und Darm anregen und die Verdauung fördern. Zudem unterstützt sie die Ausscheidung des Harns. Dabei wirken Heilwässer mit ihrem moderaten Kohlensäuregehalt angenehm sanft. (ots)

Heilwässer sind im gut sortierten Lebensmittel- und Getränkehandel erhältlich. Eine Liste aller Heilwässer mit ihren Inhaltsstoffen findet man auf www.heilwasser-ratgeber.de oder www.heilwasser.com