Gesundheit und Wellness
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Alles ist erlaubt

Was ist eigentlich gesunde Ernährung? Experten raten zu Vielfalt auf dem Teller. Und: Alles in Maßen. Denn zu viel ist zu viel – aber zu wenig ist eben auch zu wenig.

Von Jens Fritzsche
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Obst sollte unbedingt zu einer ausgewogenen und gesunden Ernährung gehören, machen Mediziner klar.
Obst sollte unbedingt zu einer ausgewogenen und gesunden Ernährung gehören, machen Mediziner klar. ©  pixabay.com

Vegan? Vegetarisch? Ganz „normal“? Oder frei von Kohlehydraten, also Law Carb? Ernährung ist heute ja nicht mehr nur einfach essen, sondern längst auch irgendwie klare Ansage in Sachen Denken und Lebensstil … Aber ist das auch gesund? Denn mitunter ist Ernährung so eben durchaus mit Einseitigkeit verbunden. Heißt, es fehlt letztlich etwas. Oder es ist eben auch einiges zu viel … Mediziner und Ernährungswissenschaftler raten deshalb, möglichst auf Vielfalt auf dem Teller zu setzen. Damit kann der Körper mit allem versorgt werden, was er braucht. Aber das möglichst in Maßen. Denn die meisten Zivilisationskrankheiten – wie Bluthochdruck oder Diabetes – gehen oft mit Übergewicht einher. Also heißt es bei der Ernährung, auf den Energiegehalt zu achten. Wichtigste Energiequelle für den Körper sind Kohlenhydrate; also Zuckermoleküle. Kohlenhydrate sind dabei einer von drei sogenannten Makro-Nährstoffen, die der Körper braucht. Neben Kohlenhydraten sind das noch Eiweiße und Fette. Hinzu kommen Mikro-Nährstoffe: Mineralstoffe und Vitamine.

Kohlenhydrate gehören dazu

Wobei Kohlenhydrate in den vergangenen Jahren ein wenig „ins Gerede“ gekommen sind, was ihren Einfluss auf Übergewicht betrifft. Zu Unrecht. Denn auch hier gilt: alles in Maßen. Also gehören laut Experten Vollkornprodukte, Kartoffeln, Nudeln oder Brot unbedingt zur gesunden Ernährung. Wie natürlich auch Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte und Kartoffeln.

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Fett als wichtige Therapie-Chance

Schlecht wegkommt meist auch Fett. Denn Fett ist ungesund? Nicht unbedingt. Fette können bei bestimmten Therapien sogar unabdingbar sein. Für die ketogene Ernährung bei der Behandlung von Anfallserkrankungen wie Epilepsie zum Beispiel. Wenn Medikamente nicht den gewünschten Therapie-Erfolg bringen oder bestimmte Unverträglichkeiten bestehen, können Fette für die notwendige Energiezufuhr im Gehirn sorgen. Auf diese Unterstützung setzen beispielsweise die Experten im Epilepsiezentrum Kleinwachau im Radeberger Ortsteil Liegau-Augustusbad. „Das Nahrungsfett wird in Ketonkörper umgewandelt, die Energie ins Gehirn liefern – dadurch ist eine Anfallsreduktion möglich“, beschreibt Antje Böhme, zuständige Diätassistentin im Epilepsiezentrum. Auch für Konzentration und Motorik sind Fette hier nützlich. Allerdings muss das Ganze mit Sport und strenger Kontrolle der Nahrungsmenge einhergehen, sonst bereitet die „fette Ernährung“ natürlich arge Probleme, was den Blick auf die Waage betrifft. In Kleinwachau werden die Betroffenen und deren Familien deshalb speziell geschult und mit entsprechenden Rezepten ausgestattet.

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