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Baby-Tod: Gericht schützt Mutter

Der Anwalt der Bernstädterin, die durch Misshandlung den Tod ihres Babys verschuldet haben soll, will nicht öffentlich verhandeln. Das Gericht hat ihm heute zugestimmt.

Die Angeklagte bei der ersten Verhandlung im November vergangenen Jahres.
Die Angeklagte bei der ersten Verhandlung im November vergangenen Jahres. © Nikolai Schmidt

Der Fall der 20-jährigen Bernstädterin, der Körperverletzung mit Todesfolge bei ihrem knapp dreimonatigen Säugling vorgeworfen wird, wird nicht öffentlich verhandelt. Ihr Anwalt Matthias Ketzer stellte an diesem Montagmorgen nach Verhandlungsbeginn vor der 4. Großen Strafkammer des Landgerichtes Görlitz den Ausschluss der Öffentlichkeit. Das Gericht unter Vorsitz von Richter Theo Dahm gab diesem Antrag mit Blick auf das Alter der Angeklagten und mögliche negative Auswirkungen vor allem der Berichterstattung über den Fall, statt. Allerdings wird ein Teil der Verhandlung dennoch öffentlich sein.

Zur Urteilsverkündung ist die Öffentlichkeit wieder zugelassen. Für die zweite Hauptverhandlung in diesem Fall - die erste war wegen der Erkrankung eines Richters im vergangenen Jahr zu lange unterbrochen gewesen, sodass eine neue Verhandlung nötig ist - sind insgesamt sieben Termine angesetzt. Der voraussichtlich letzte ist für den 30. März terminiert. Bereits beim ersten Anlauf hatte das Gericht auf Wunsch der Verteidigung die Öffentlichkeit ausgeschlossen, da die Frau noch als Heranwachsende zählt und in ihrem Fall auch Jugendstrafrecht angewandt wird.

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Der nun 20-Jährigen, die seit ihrer Festnahme am 18. Februar 2020 in Untersuchungshaft sitzt, wird vorgeworfen, ihr Baby am 17. Februar geschlagen und geschüttelt zu haben, erklärte Oberstaatsanwalt Sebastian Matthieu. Dabei sei der Junge an einen harten Gegenstand gestoßen und zog sich schwerste Hirnverletzungen zu, an denen er am 21. Februar verstorben ist. Der damalige Freund der Angeklagten und Vater des Kindes tritt in dem Verfahren als Nebenkläger auf. Neben mehreren Zeugenaussagen werden in dem Verfahren auch umfangreiche rechtsmedizinische Gutachten eine Rolle spielen.

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