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Döbeln: Kliniken lockern Besuchsregelung

Angehörige können Patienten in den Krankenhäusern wieder besuchen. In einem sind die Verantwortlichen aber noch vorsichtig.

Von Cathrin Reichelt
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Zu Ostern lockert das Klinikum Döbeln nach langer Zeit wieder seine Besuchsregelungen. Ab Ostersonntag sind Besuche wieder zweimal pro Woche für jeweils zwei Stunden gestattet.
Zu Ostern lockert das Klinikum Döbeln nach langer Zeit wieder seine Besuchsregelungen. Ab Ostersonntag sind Besuche wieder zweimal pro Woche für jeweils zwei Stunden gestattet. © Dietmar Thomas

Region Döbeln. Die Einschränkungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie sind weitestgehend aufgehoben. Jetzt können sich auch die Patienten in den meisten Kliniken wieder über Besuch freuen.

Im Klinikum Döbeln sind Besucher zweimal pro Woche willkommen

Zu Ostern lockert das Klinikum Döbeln seine Besuchsregelung. Erstmals dürfen Patienten am Ostersonntag in der Zeit von 15 bis 17 Uhr wieder besucht werden. „Angehörige müssen ein aktuelles negatives Corona-Testergebnis vorlegen und dürfen unter Einhaltung der Hygienevorschriften das Klinikum betreten“, sagt Pressesprecherin Ulrike Träger.

Ein Selbsttest wird dabei aber nicht akzeptiert. Und der Schnelltest darf nicht älter als 24 Stunden sein. In Ausnahmefällen könne im Bereich der Notfallaufnahme ein Corona-Schnelltest erfolgen. Jedoch sei dies unter Umständen mit erheblichen Wartezeiten verbunden.

Im gesamten Klinikgebäude müssen Besucher eine FFP2-Maske tragen. „Auch die üblichen Hygienevorschriften wie Händedesinfektion und Abstand zu anderen Personen sind weiterhin einzuhalten“, so Ulrike Träger.

Bis auf Weiteres seien künftig immer mittwochs und sonntags maximal zwei Besucher je Patient im genannten Zeitfenster gestattet. Von der festen Besuchszeit unberührt blieben besondere Ausnahmen, die wie zuletzt auch nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt vereinbart werden können.

Im Krankenhaus Mittweida ist die Zahl der Besucher auf einen beschränkt

Das Klinikum Mittweida hat bereits seit Montag die Einschränkungen gelockert. „Wenn die Besucher einen tagesaktuellen negativen Corona-Schnelltest vorlegen sowie zum Schutz eine FFP2-Maske tragen, steht einem Besuch ihrer Angehörigen, nichts im Wege“, erklärt Yvonne Ulland, Assistentin des Geschäftsführers.

Besuche sind täglich in der Zeit von 14 bis 17 Uhr möglich. Die Zahl der Besucher pro Patient ist allerdings noch auf einen am Tag beschränkt. Entsprechend der aktuellen gesetzlichen Festlegungen entfällt aber die Erfassung der Kontaktdaten der Besucher.

Helios Klinik Leisnig bittet, nur absolut notwendige Besuche wahrzunehmen

In der Helios Klinik Leisnig sind täglich Besuche in der Zeit von 14 bis 16.30 Uhr und nach Absprache möglich. „Aufgrund der aktuellen Infektionslage bitten wir darum, nur absolut notwendige Besuche wahrzunehmen“, sagt Pressesprecher Stefan Möslein. Ausnahmen gelten für schwerst kranke Patienten und müssen mit dem Behandlungsteam abgesprochen werden. „Darüber hinaus versuchen wir stets, eine patientennahe unterstützende Lösung zu finden“, so der Sprecher.

Alle Besucher müssen sich an der Rezeption anmelden. Dort werde überprüft, ob die Voraussetzungen für einen Besuch erfüllt sind. Zu denen gehört der Nachweis eines tagesaktuellen Antigen-Schnelltests von einem zugelassenen Testzentrum – nicht älter als 24 Stunden – oder ein PCR-Test – nicht älter als 48 Stunden. Dieser Nachweis muss unabhängig davon erfolgen, ob die Corona-Schutz-Impfung erfolgt ist oder der Genesenenstatus vorliegt. „Besucher erhalten ein tagesgültiges Einlassband“, erklärt Möslein.

Außerdem kann jeder Patient maximal einen Besucher für eine Stunde empfangen. Dabei muss der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden. Besucher dürfen keine Erkältungssymptome aufweisen und gegen ihn darf keine Quarantäneverordnung vorliegen. Wie in den anderen Kliniken sind während des Aufenthaltes eine FFP2-Maske zu tragen, die Händehygiene sowie die Husten- und Niesregeln einzuhalten.

Das Kreiskrankenhaus Freiberg hält am eingeschränkten Zugangskonzept fest

Trotz oder eher gerade wegen der Lockerungen von Maßnahmen in allen Lebensbereichen hält das Kreiskrankenhaus Freiberg an den eingeschränkten Besuchsmöglichkeiten fest. „Es ist uns wichtig, unsere Patienten und die Mitarbeiter zu schützen“, begründet Pressesprecherin Claudia Steinbach.

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Besuche könnten nur in Ausnahmefällen ermöglicht werden. Dazu gehören Besuche auf der Kinderstation, zur Entbindung, auf der Palliativstation und in kritischen Situationen. Es ist ein Besucher pro Tag und Patient für die Dauer von einer Stunde möglich. Die Besuche werden nur nach telefonischer Rücksprache mit dem behandelten Arzt genehmigt.

Jeder Besucher müsse vor Ort unter Aufsicht im Foyer des Krankenhauses einen Selbsttest durchführen und 15 Minuten auf sein Testergebnis warten. Auch eine Mund-Nasen-Bedeckung nach FFP2-Standard sei während des gesamten Aufenthalts zu tragen. Nach Anmeldung auf der Station können die Angehörigen dann den Patienten besuchen.