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Investor für alte Kinderkurklinik gefunden

Der Kreis hat fünf Jahre nach dem Ende als Klinik eine Lösung gefunden, der sowohl Demenzkranken helfen, als auch Schulschwimmen ermöglichen will.

Ins Verwaltungsgebäude der ehemaligen Kinderkurklinik soll wieder Leben einziehen - und nicht nur dort.
Ins Verwaltungsgebäude der ehemaligen Kinderkurklinik soll wieder Leben einziehen - und nicht nur dort. © privat

Der Kreistag wird in seiner Sitzung am kommenden Mittwoch nach SZ-Informationen den Verkauf der ehemaligen Kinderkurklinik in Glossen auf der Tagesordnung haben. Damit könnte eine lange Hängepartie um die Zukunft der Immobilie in Löbaus Norden beendet sein. Wie der Landkreis auf Nachfrage bestätigte, habe man einen Investor gefunden, der sich mit einem schlüssigen Konzept um die Immobilie mit dem weitläufigen Gelände beworben hat.

Dabei handelt es sich um die Kreuzgewölbe GmbH, deren Gesellschafter zum einen die Diakonie St. Martin in Rothenburg ist und zum anderen der DRK Kreisverband Görlitz Stadt. Mit der neuen Firma, die im Herbst ins Leben gerufen wurde, will man "gemeinsam neue Konzepte unter anderem im Bereich der Altenhilfe gestalten. Eine der ersten Aufgaben wird die Umsetzung von familienergänzenden Betreuungs- und Versorgungskonzepten für Demenzkranke sein", heißt es dazu in einer gemeinsamen Presseerklärung. Der konkrete Ort für diese neuen Konzepte soll die ehemalige Kinderkurklinik bei Löbau sein.

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Rüdiger Neumann, einer der beiden Geschäftsführer der GmbH, betont jedoch gegenüber der SZ, dass es sich um kein Pflegeheim im bekannten Sinn handeln soll. Es gehe zwar durchaus auch um Formen des Wohnens für Menschen mit Demenz, aber ebenso um Therapien und kulturelle Angebote. Insgesamt wolle man "einige Dinge etablieren, die es so bislang noch nicht gab", schildert Neumann. Abgesehen davon soll in dem Haus, wo bereits früher unter anderem auch Babyschwimmen stattgefunden hat, künftig Schulschwimmen ermöglicht werden. "Dafür hat sich in den Vorgesprächen vor allem Löbaus Oberbürgermeister sehr engagiert", betont Neumann.

Noch aber muss zunächst der Kreistag zustimmen und die notariellen Formalitäten erledigt werden. Dann kann die Kreuzgewölbe GmbH mit ihren Plänen beginnen. Geschäftsführer Neumann rechnet mit einer schrittweisen Umsetzung der Pläne in den kommenden zwei, drei Jahren. Das Gebäudeensemble - bestehend aus alten Gutsgebäuden und Neubauten - steht seit nunmehr 2015 leer, zuletzt gab es Vandalismusschäden.

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