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Wirtschaft

Aldi will Billigfleisch verbannen

Aldi will künftig nur Fleisch aus tiergerechterer Haltung verkaufen. Das soll Anreize an die Produktion senden.

Die Lebensmitteldiscounter Aldi Nord und Süd wollen spätestens ab dem Jahr 2030 nur noch Frischfleisch von Tieren aus höherwertigen Haltungsformen verkaufen.
Die Lebensmitteldiscounter Aldi Nord und Süd wollen spätestens ab dem Jahr 2030 nur noch Frischfleisch von Tieren aus höherwertigen Haltungsformen verkaufen. © Jens Büttner/dpa

Essen/Mülheim. Die Lebensmitteldiscounter Aldi Nord und Süd wollen spätestens ab dem Jahr 2030 nur noch Frischfleisch von Tieren aus höherwertigen Haltungsformen verkaufen. Dann soll in den Kühltheken nur noch Fleisch aus Außenklima- und Biohaltung zu finden sein, wie die beiden Unternehmen am Freitag ankündigten. Mit diesem Schritt wolle man Landwirten und Fleischverarbeitern Planungssicherheit für die Umstellung der Produktion geben.

Aldi und andere große Lebensmittelhändler hatten 2019 ein vierstufiges System der Haltungskennzeichnung eingeführt. Die erste Stufe "Stallhaltung" entspricht lediglich den gesetzlichen Anforderungen. In der Stufe 2 "Stallhaltung plus" gibt es für die Tiere unter anderem mehr Platz und zusätzliches Beschäftigungsmaterial. Stufe 3 "Außenklima" garantiert den Tieren noch mehr Platz und Frischluft-Kontakt. Bei Stufe 4 "Premium" haben sie außerdem Auslaufmöglichkeiten im Freien, auch Biofleisch wird in diese Stufe eingeordnet.

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Aldi will nun bis 2025 vollständig auf Fleisch aus der Haltungsform 1 verzichten. Ein Jahr später soll dann ein Drittel des Fleischs bei Aldi aus den Stufen 3 und 4 kommen. Bis 2030 soll bei Aldi dann kein Fleisch der beiden unteren Haltungsstufen zu kaufen sein. Verbraucher- und Tierschützer hatten wiederholt kritisiert, dass es bislang kaum Fleisch der höheren Haltungsstufen zu kaufen gebe. Der Deutsche Tierschutzbund begrüßte am Freitag die Ankündigung von Aldi. Entscheidend werde jetzt sein, dass andere Handelsunternehmen diesem Schritt von Aldi folgten. (dpa)

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