merken
Leben und Stil

Pepsi will Zuckeranteil in Getränken senken

Ärzte warnen schon länger vor den Gefahren von zu viel Zucker in Lebensmitteln. Jetzt reagiert der Getränkekonzern Pepsi.

Pepsi will den Zuckeranteil in Getränken deutlich senken.
Pepsi will den Zuckeranteil in Getränken deutlich senken. © www.pixabay.com

Brüssel. Der Getränke- und Snack-Konzern Pepsi will den Zuckeranteil in Getränken deutlich senken. In seinen in der EU angebotenen Getränken strebt der Konzern ein Viertel weniger Zucker bis 2025 an, bis 2030 sollen es 50 Prozent sein. Die Kalorien des deutschen Getränke-Portfolios sollen um 90 Prozent sinken - im Vergleich zu 2015 sei bereits die Hälfte der Kalorien verbannt worden. Pepsi wolle Gutes tun, was aber auch gut für das Geschäft sei, sagte Garret Quigley, Chef von Pepsico Westeuropa, der Deutschen Presse-Agentur.

"Wir wissen, dass die Menschen ein gesundes Leben führen wollen", so Quigley. Der Umsatz mit entsprechenden Produkten, die mit Nutri-Score B oder besser bewertet werden, soll in den kommenden fünf Jahren um den Faktor zehn steigen. Darüber hinaus wolle man mehr recycelten Kunststoff verwenden und bis 2040 unterm Strich keine Emissionen mehr ausstoßen.

Einkaufen und Schenken
Nur einen Klick entfernt
Nur einen Klick entfernt

Hier erhalten Sie nützliche Tipps und die aktuellsten Neuigkeiten rund ums Thema Einkaufen und Geschenke aus Ihrer Region.

Der Nutri-Score ist ein System zur Kennzeichnung des Nährwertprofils eines Lebensmittels auf der Verpackung - mit einer fünfstufigen Skala aus einer Kombination von Buchstaben von A bis E und Farben. Dabei steht "A" in Grün für die günstigste und "E" in Rot für die ungünstigste Nährwertbilanz.

Zuckersteuer zeigt Wirkung

Das Unternehmen reagiert auf dringenden Handlungsbedarf: Hierzulande gelten 47 Prozent der Frauen, 62 Prozent der Männer und 15 Prozent der Kinder als übergewichtig. Zu viel Zucker wird mit einem höheren Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes in Verbindung gebracht. Auch Pepsis Konkurrent Nestlé arbeitet daran, weniger Zucker in seinen Produkten zu haben.

Ärztinnen und Ärzte warnen schon länger vor den Gefahren von zu viel Zucker in Lebensmitteln. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt im Schnitt - abhängig von Größe und Gewicht - maximal 50 Gramm Zucker am Tag. Das wäre nach gut einem halben Liter nicht zuckerreduzierter Limonade bereits erreicht.

Weiterführende Artikel

Weniger Zucker in Fertigprodukten

Weniger Zucker in Fertigprodukten

Im Kampf gegen "Dickmacher" dringt die Politik darauf, dass weniger ungünstige Zutaten in beliebten Produkten stecken. Bewegt sich da inzwischen mehr?

Ingwershots: Immunbooster oder Zuckerbomben?

Ingwershots: Immunbooster oder Zuckerbomben?

Die teuren Fertiggetränke sollen die Abwehrkräfte stärken. Doch die Zutatenliste gibt oft Anlass zur Skepsis.

Fast jeder findet den Nutri-Score gut

Fast jeder findet den Nutri-Score gut

Die Kennzeichnung von Lebensmitteln soll zur gesünderen Ernährung beitragen. Verbraucher scheinen das zu mögen.

Verbot von Zucker in Baby- und Kindertees

Verbot von Zucker in Baby- und Kindertees

In der Debatte um gesündere Ernährung stehen Kinder besonders im Blick. Für eine Produktgruppe soll jetzt ein striktes Tabu greifen.

Eine in Großbritannien 2018 eingeführte Zuckersteuer zeigte Wirkung: Die Organisation Foodwatch stellte Anfang vergangenen Jahres fest, dass bestimmte Limonade in Deutschland teils mehr als doppelt so viel Zucker enthalte wie die auf der Insel angebotenen Varianten. (dpa)

Mehr zum Thema Leben und Stil