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Grillen

Seit Urzeiten auf dem Feuer braten

Grillen gehört zu den elementaren Garmethoden und ist spätestens seit der Erfindung des ersten Feuerzeugs vor 32 000 Jahren beliebt.

© Foto: AdobeStock

Wann genau unsere Vorfahren begannen, Feuer zu nutzen, darüber wird unter Wissenschaftlern gestritten. Vermutlich fing der Homo Erectus damit an und hielt einen natürlich entstandenen Brand als Lagerfeuer am Leben. Nun konnten die Steinzeitmenschen ihre Nahrung kochen und aus Ton geformte Gefäße durch Brennen festigen. Vor allem das Erhitzen des Essens machte einen großen Unterschied, denn manche Wurzeln werden erst durch Kochen genießbar. Viele Speisen wurden durch Kochen und Braten bekömmlicher und leichter zu verdauen. Das hatte eine verbesserte Energieaufnahme zur Folge. Und damit wuchs vor allem das Gehirn.

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Vor 32 000 Jahren wurde das erste Feuerzeug erfunden, als die Menschen der Mittelsteinzeit entdeckten, dass ein Funke entsteht, wenn sie zwei bestimmte Steine aufeinanderschlagen. Mit Pyrit und Feuerstein konnten Funken erzeugt werden und damit Reisig oder Zunderschwamm zum Glimmen gebracht.

Römer fertigten Grillrost an

Bereits zu jener Zeit garten unsere Vorfahren ihr frisch erlegtes Jagdgut über dem offenen Feuer. Das Grillen ist eine der ältesten Methoden der Nahrungszubereitung. So wurden von Forschern versteinerte Fleischreste in der Holzkohle alter Feuerstellen entdeckt. Grillen ist also eine international bekannte und beliebte Zubereitungsart. Neben dem klassischen Grillen auf dem Rost können auch Spieße verwendet werden.

Das Wort "Grill" ist ein Lehnwort aus dem französischen griller und dem englischen to grill, was "auf einem Bratrost braten" bedeutet. In der Schweiz sagt man grillieren, in spanisch sprechenden Ländern ist der Grill ein Barbacoa, in Italien ist es die Griglia, in Frankreich der Gril, im Portugiesischen die Grelha. Im englischsprachigen Raum spricht man vom Barbecue.

Bei der Technik des Grillens waren schon unsere Urahnen äußerst erfinderisch: Argentinische Gauchos spannten aufgeklappte ganze Schafe, Ziegen oder Rinderteile auf ein Eisenkreuz und ließen sie dann langsam über einem Bodenfeuer garen. In China und Frankreich haben Forscher heiße Steine entdeckt, die als Grillstellen genutzt wurden. Und die Römer verwendeten im 4. Jahrhundert bereits eigens angefertigte Grillroste aus Metall.

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