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Zusatzstoffe in Lebensmitteln sind unbeliebt

Viele fürchten gesundheitliche Risiken, zeigt eine Umfrage – und offenbart Wissenslücken.

Viele bevorzugen Lebensmittel ohne Zusatzstoffe.
Viele bevorzugen Lebensmittel ohne Zusatzstoffe. © dpa/Benjamin Nolte

Sie machen Produkte bunter, süßer oder haltbarer: Doch die Mehrheit der Deutschen (55 Prozent) will auf Lebensmittelzusatzstoffe lieber verzichten. Für 40 Prozent spielt es beim Kauf indes keine Rolle, ob Farbstoffe, Emulgatoren, Süßungsmittel oder Konservierungsstoffe enthalten sind, zeigt eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Bundesinstitutes für Risikobewertung.

Unter den Befragten, die beim Einkauf auf Zusatzstoffe verzichten wollen, nannten 84 Prozent ganz konkret Geschmacksverstärker. Häufig auf ihrer roten Liste stehen außerdem Süßungsmittel (69 Prozent), Farbstoffe (64 Prozent) und Konservierungsstoffe (60 Prozent).

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Etwas weniger streng ist diese Gruppe bei Emulgatoren, die dafür sorgen, dass sich eigentlich nicht mischbare Stoffe, zum Beispiel Wasser und Fett, verbinden. Nur 43 Prozent derer, die beim Kauf auf Zusatzstoffe verzichten wollen, meiden Emulgatoren bewusst.

Zusatzstoffe werden Lebensmitteln aus technologischen Gründen zugesetzt, erklärt das Bundesinstitut. Jeder in der EU zugelassene Lebensmittelzusatzstoff hat eine eigene E-Nummer. Daran erkennt man sie auch oft in der Zutatenliste. Allerdings können sie auch mit ihrem wissenschaftlichen Namen dort auftauchen. Das erschwert die Identifikation als Zusatzstoff.

Was die Umfrage auch zeigt: Viele Menschen sind nicht so gut informiert über die Zusatzstoffe und kennen zum Beispiel bestimmte, oft verwendete Stoffe gar nicht.

Viele Befragte vermuten, dass der Verzehr von Zusatzstoffen gesundheitliche Risiken birgt. Pauschal über alle Zusatzstoffe hinweg sind solche Befürchtungen laut Bundesinstitut unbegründet. Die Stoffe würden in Europa streng geprüft.

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Eine Menge Bewertungen zu Zusatzstoffen sind jedoch schon Jahrzehnte alt, so die Stiftung Warentest. Viele würden von der europäischen Lebensmittelsicherheitsbehörde EFSA neu bewertet. So sei zuletzt das weiße Farbpigment Titandioxid (E 171), das zum Beispiel in Kaugummis stecken kann, als nicht mehr sicher eingestuft worden. (dpa)

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