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Gesundheit und Wellness

Erst zum Test, dann zum Sport

… diesmal geht es aber nicht um einen Corona-Test. Sondern um einen gründliche Untersuchung, um Sportverletzungen zu verhindern.

Am Uniklinikum in Dresden können sich Spitzensportler, aber auch Hobbysportler gründlich sportärztlich untersuchen lassen.
Am Uniklinikum in Dresden können sich Spitzensportler, aber auch Hobbysportler gründlich sportärztlich untersuchen lassen. © Foto: PR/Uniklinik Dresden

Lockdown-Kilos. So werden ja derzeit ironisch die Pfunde beschrieben, die hier und da bei einigen durchs Homeoffice und die Einschränkungen rund um Corona an Bauch oder Hüfte gewachsen sind. Also dreht sich gerade jetzt – mit Blick auf die vielleicht doch anstehende Freibadsaison oder zumindest luftigere Kleidung – der eine oder andere Gedanke ums Thema Sport. Allerdings warnen Sportmediziner davor, einfach so mit ambitionierten Sportarten zu starten. Gerade für Menschen ab 40 sei zuvor dringend eine sportärztliche Untersuchung angeraten. Ist zum Beispiel eine Herz-Kreislauf-Erkrankung bisher unerkannt geblieben? Sind die Wirbelsäule oder die Gelenke fit für eine ungewohnte Belastung. Und überhaupt, wie ist der Fitnesszustand?

Leistungsdiagnose an der Uniklinik Dresden

Am Dresdner Uniklinikum beispielsweise besteht die Möglichkeit solcher Untersuchungen. Dabei wird die bisherige Krankheitsgeschichte unter die Lupe genommen, es werden Blutwerte bestimmt, Ruhe- und Belastungs-EKG gehören genauso zur Untersuchung wie die Berechnung des aktuellen Energiebedarfs der Muskeln. Für Leute beispielsweise, die mit dem Joggen beginnen oder auch einfach „nur“ mehr laufen wollen, bieten die Sportmediziner der Uniklinik unter anderem einen Stufentest auf dem Laufband an. Dabei wird sowohl der Puls gemessen, als auch der Bedarf an Sauerstoff und der Ausstoß von Kohlendioxid. All diese Tests sollen zum einen das aktuelle Leistungsvermögen zeigen, zum anderen stellen die Sportmediziner auch mögliche Trainingspläne zur Leistungssteigerung auf. Und auch das Risiko von Überlastungen und daraus folgenden Erkrankungen soll minimiert werden. Außerdem wird ein mögliches Verletzungsrisiko untersucht: Werden beispielsweise Fehlstellungen oder Muskelprobleme festgestellt, gibt es entsprechende Tipps der Mediziner.

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Verletzungsrisiko steigt mit dem Alter

Und dann ist da eben auch noch die Sache mit dem Alter. Denn Statistiken zeigen deutlich, dass Menschen ab 50 ein höheres Risiko für Sportverletzungen aufweisen. Bereits ab einem Alter von 40 Jahren, so Experten, lässt die Flexibilität von Gelenken oder Muskeln nach. Deshalb wird dann das Dehnen nach dem Sport umso wichtiger. Und es ist ratsam, unterstreichen Sportmediziner, auf den Körper zu hören. Er signalisiert sehr deutlich, wenn es zu viel wird. So deuten beispielsweise Zerrungen auf eine Überbeanspruchung hin – ein, zwei Tage Ruhe sollten nach intensivem Training oder Wettkampf jedenfalls dazugehören. Nicht zuletzt gilt die steigende Verletzungsanfälligkeit dabei ganz besonders für diejenigen, die sich erst im höheren Alter entscheiden, sich verstärkt sportlich zu betätigen. Denn dann können typischerweise sehr schnell Sehnenentzündungen, Schleimbeutelentzündungen sowie Sehnen- oder Knochenbrüche auftreten. Genau deshalb sollte hier die Belastung erst nach und nach gesteigert werden, raten Sportmediziner.

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