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Fast alle Krankenhäuser in Sachsen erfüllen die Mindestanforderungen

Um eine bestimmte Leistung wie Intensivmedizin anbieten zu können, muss eine Klinik Standards einhalten. Ein neuer Prüfbericht zeigt für Patienten beruhigende Ergebnisse.

Von Kornelia Noack
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Für intensivmedizinische Komplexbehandlungen zum Beispiel benötigen Ärzte und Pfleger spezielle Qualifikationen.
Für intensivmedizinische Komplexbehandlungen zum Beispiel benötigen Ärzte und Pfleger spezielle Qualifikationen. © Uwe Soeder

Damit sie ihren Patienten spezielle Leistungen anbieten können, müssen Kliniken bestimmte Kriterien erfüllen. Für intensivmedizinische Komplexbehandlungen zum Beispiel benötigen Ärzte und Pflegepersonal spezielle Qualifikationen, und sie müssen rund um die Uhr in Bereitschaft sein. Bestimmte Mindestanforderungen gibt es aber auch bei palliativmedizinischen Leistungen oder bei der Behandlung von Menschen mit Schlaganfall.

Ob Krankenhäuser jeweils die erforderlichen räumlichen, sachlichen und personellen Ressourcen nachweisen können, prüft seit 2021 regelmäßig der Medizinische Dienst (MD). Die Anforderungen legt das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte jährlich fest. Nur wenn die Kliniken diese erfüllen, können sie Operationen und Behandlungen mit den Krankenkassen abrechnen.

"Im Ernstfall qualitativ hochwertig versorgt"

Die gute Nachricht: In Sachsen verfügen so gut wie alle Kliniken über entsprechende strukturelle Voraussetzungen für ihre angebotenen Leistungen. 758 Prüfungen hat der Medizinische Dienst Sachsen im vergangenen Jahr durchgeführt. 98 Prozent der Fälle wurden positiv beschieden. Der Großteil davon waren turnusgemäße Prüfungen. Vereinzelt schaute der Medizinische Dienst vorbei, weil ein Krankenhaus eine Leistung zum ersten Mal oder wieder neu anbietet.

„Für die Patienten bedeutet das Ergebnis, dass alle strukturellen Bedingungen vorhanden sind, um sie im Ernstfall qualitativ hochwertig zu versorgen“, heißt es in einer Mitteilung des MD vom Montag.

Oft fehlt es an Personal

Die restlichen zwei Prozent Anträge scheiterten demnach meistens an fehlenden personellen Voraussetzungen. Entweder fehlte das für die jeweilige Behandlung erforderliche Fachpersonal oder es stand bei Bedarf nicht in gefordertem Umfang zur Verfügung.

In anderen Fällen mangelte es an notwendigen Zusatzqualifikationen oder praktischen Erfahrungen. Letzteres betrifft vor allem Leistungen der neurologischen Frührehabilitation, die zum Beispiel für Schlaganfallpatienten besonders wichtig sind.