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Flachwarze, Dornwarze, Dellwarze &Co.

Bei Warzen handelt es sich um prinzipiell eine gutartige Hautwucherungen, die oft an Händen oder Füßen aber auch an anderen Körperstellen auftreten.

© Bildquelle: EM / pixabay

Um Komplikationen und die Ansteckung anderer Personen zu vermeiden, ist eine korrekte Warzenbehandlung besonders wichtig. Warzen werden meist durch das humane Paillomavirus hervorgerufen.

Obwohl sie eine identische Ursache haben, können Warzen in verschiedenen Formen auftreten und werden entsprechend in unterschiedliche Warzen-Typen unterteilt. Als Flachwarze, Dornwarze, Dellwarze oder gemeine Warze können sie beispielsweise an Händen, Füßen, im Genitalbereich oder im Gesicht auftreten. Insbesondere Warzen an den Füßen scheinen allerdings besonders verbreitet zu sein.

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Die gutartigen Hautwucherungen zeigen sich dabei meist flach, verhärtet oder knötchenartige. Außerdem sind sie meist harmlos und verursachen keinerlei Probleme. Lediglich dann, wenn sie sich an den Fußsohlen bilden, können Warzen beim Gehen Schmerzen verursachen. Allerdings ist es - selbst dann, wenn sie keine Schmerzen verursachen - wichtig, die Warzen schnell und sachgerecht zu behandeln.

Darum ist eine Warzenbehandlung wichtig

In vielen Fällen verschwinden Warzen nach geraumer Zeit ganz von allein wieder. Dementsprechend besteht für Betroffene prinzipiell erst einmal kein Grund zur Panik. Nichtsdestotrotz sollte die Hautwucherung aber dennoch sachgerecht behandelt werden. Schließlich sind Warzen nicht nur unansehnlich, sondern können unbehandelt auch schmerzen oder zumindest störend sein.

Darüber hinaus sind Warzen außerdem sehr ansteckend. Eine Ausnahme gilt hier lediglich für Stiel- oder Alterswarzen. Alle anderen Warzenarten sind hingegen hochansteckend, können weitere Körperstellen befallen und sollten bereits darum zeitnah behandelt werden.

So findet eine Ansteckung statt

Warzen werden durch das humane Paillomavirus hervorgerufen und können durch direkten Hautkontakt übertragen werden. Außerdem ist auch eine Übertragung durch Kontakt mit Virus-belasteten Hautschuppen möglich. Das bedeutet: Eine Warzen-Ansteckung kann bereits durch Händeschütteln stattfinden. Zusätzlich dazu ist sie aber auch dann möglich, wenn eine bisher nicht erkrankte Person mit Gegenständen in Kontakt kommt, die zuvor mit dem Warzenerreger kontaminierten worden sind. Das ist beispielsweise beim barfuß Laufen in Schwimmbädern oder Saunen häufig der Fall.

Werden die Warzen-Viren beim direkten Hautkontakt oder durch kontaminierte Gegenstände übertragen, können sie über winzige Risse in der Haut oder die Schleimhäute in die oberste Hautschicht gelangen. Dort können sie dann einzelne Zellen infizieren und so die Warzenwucherung veranlassen.

So lassen sich Warzen wirkungsvoll bekämpfen

Warzen lassen sich meist recht einfach und sehr effektiv behandeln. In der Regel wird bei der Behandlung zuerst versucht, die durch die Hautwucherung verdickte Hornschicht aufzulösen. Regelmäßig zeigt die Behandlung nach sechs bis zwölf Wochen Wirkung und bringt deutliche Linderung. Erst dann, wenn sich durch die Auflösung der verdickten Hornschicht keine Besserung einstellt, sollte über eine Vereisung oder die chirurgische Entfernung der Warze nachgedacht werden.

© Bildquelle: lucasnavarro979 / pixabay

· Hornschichtauflösung gegen Warzen

Um Warzen durch eine Auflösung der Hornschicht zu bekämpfen, wird nach der Erweichung der Hornhaut (z. B. bei einem Fußbad) die Hornhaut mit einem Hornhauthobel abgetragen. Anschließend wird ein Virus-tötender Wirkstoff auf das betroffene Areal aufgetragen. Als Virus-tötende Wirkstoffe kommen dabei Ameisensäure, Acetylsalicylsäure, Harnstoff, Silbernitrat oder Milchsäure in Betracht. Alternativ dazu können auch rezeptpflichtige Arzneimittel zur Warzenbekämpfung verwendet werden.

· Warzenvereisung

Zeigen sich durch das regelmäßige Auflösen der Hornschicht keine Erfolge, kann die Warze auch durch Vereisen entfernt werden. Hierbei werden an der betroffenen Körperstelle gezielt Erfrierungen hervorgerufen, sodass die Virus-befallenen Zellen absterben. Zu bedenken ist allerdings, dass sich nach der Vereisung der Warze eine Blase bildet - an den Fußsohlen beispielsweise kann das sehr unangenehm sein. Entsprechend ist die Vereisung nur für Körperstellen geeignet, an denen Warzen ohnehin bereits nach außen wachsen.

· Chirurgische Warzenentfernung

Eine weitere Möglichkeit zur Warzenentfernung ist die chirurgische Beseitigung der störenden Warze. Auch hierbei erfolgt eine gezielte Zerstörung bzw. Entfernung der Virus-befallenen Zellen. Die chirurgische Warzenentfernung kann dabei entweder mit einem Laser oder einer elektrischen Schlinge durch Verbrennen erfolgen. Zusätzlich dazu ist außerdem eine Warzenentfernung mit dem Skalpell möglich. Hierbei wird das betroffene Gewebe allerdings nicht verbrannt, sondern aufgeweicht und ausgeschabt.

Darauf kommt es bei der Warzenbehandlung an

Bei der Warzenbehandlung sollte zuerst mit der schonendsten und einfachsten Methode (dem Erweichen der Hornhautschicht) versucht werden, die Warze zu entfernen. Dabei ist es jedoch wichtig, mit der Warze stets vorsichtig umzugehen. Anderenfalls können sich die Viren leicht verbreiten und andere Körperstellen oder weitere Familienmitglieder befallen.

Außerdem gilt: Warzen dürfen auf keinen Fall aufgekratzt werden. So könnten die warzenauslösenden Viren an Fingernägel und Fingerkuppen gelangen. Durch Berührung können sie dann andere Körperstellen befallen oder auf andere Personen übertragen werden. Um die Warzenbehandlung zu unterstützen, hilft es, das Immunsystem zu stärken. Das kann durch eine ausgewogene Ernährung und den Verzicht auf Alkohol und Nikotin geschehen. Auf diese Weise fällt es dem Körper leichter, die für die Warzen verantwortlichen Viren zu bekämpfen.

Dieser Text entstand in Zusammenarbeit mit der externen Redakteurin Sigrid Pfau

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