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Leben und Stil

Sächsische Arbeitnehmer häufig krank

Der Barmer-Gesundheitsreport zeigt: Sachsens Arbeitnehmer sind überdurchschnittlich oft krank. Bei Männern und Frauen gibt es Unterschiede.

In Sachsen sind Arbeitnehmer oft krank.
In Sachsen sind Arbeitnehmer oft krank. © dpa-tmn

Dresden. Sachsens Arbeitnehmer sind überdurchschnittlich oft krank. Die Anzahl der Krankschreibungen im Freistaat lag 2019 um 8,9 Prozent über dem Bundesdurchschnitt, wie der Geschäftsführer der Barmer-Krankenkasse in Sachsen, Fabian Magerl, bei der Vorstellung des Barmer-Gesundheitsreports 2020 am Dienstag in Dresden sagte. Insgesamt wurden in Sachsen 2019 demnach mehr als 2,5 Millionen Fehltage dokumentiert.

Häufigste Ursache waren laut Report mit einem Anteil von 20,9 Prozent Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems, insbesondere Rückenschmerzen. Zweithäufigster Grund für eine Krankschreibung waren psychische Störungen mit 17,6 Prozent, gefolgt von Atemwegserkrankungen (14,3 Prozent) und Verletzungen (12,4 Prozent).

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Dabei stellte der Gesundheitsreport diverse Unterschiede mit Blick auf einzelne Branchen und Persönlichkeitsmerkmale fest. So fehlen Frauen im Beruf am häufigsten aufgrund einer psychischen Erkrankung, Männer hingegen wegen Rückenschmerzen. Im Branchenvergleich sammelten Beschäftigte in sächsischen Heimen im Schnitt die meisten Fehltage (30,14), die wenigsten wurden mit 10,86 im IT-Bereich gezählt.

Eine besonders hohe Belastung stellte die Krankenkasse etwa im Bereich der Post-, Kurier- und Expressdienste fest, bei denen bundesweit täglich 70 von 1.000 Mitarbeitenden krankheitsbedingt im Job fehlten. Der Krankenstand lag hier mit rund sieben Prozent um zwei Prozentpunkte über dem Schnitt. Nur etwa halb so häufig (36 von 1.000) und damit bundesweit am seltensten fehlten indes Mitarbeiter in der IT-Branche wegen einer Krankheit. (epd)

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