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Ben wünscht sich viele Helden zum SuperHeroRun

Ben Tasche kämpft zum zweiten Mal gegen den Blutkrebs. Dass es für ihn jetzt sogar einen Gelände-Hindernis-Lauf gibt, findet er großartig - und hat schon mal getestet.

Eine solche Röhre ist eines der Hindernisse, die beim SuperHeroRun für Ben Tasche bezwungen werden müssen. Damit Krebskranke wie Ben nicht in die Röhre gucken.
Eine solche Röhre ist eines der Hindernisse, die beim SuperHeroRun für Ben Tasche bezwungen werden müssen. Damit Krebskranke wie Ben nicht in die Röhre gucken. © Rafael Sampedro/foto-sampedro.de

Kämpfen und Hindernisse überwinden kann Ben Tasche. Und weil seine persönlichen Herausforderungen zuletzt doch immer mit Krankenhaus und Vorsicht zu tun hatten, hat er jetzt "richtig Bock darauf" an der Blauen Lagune durch Rohre zu kriechen oder über die Rutsche für den SuperHeroRun zu schlittern. Denn dieser spezielle Lauf, der an diesem Sonnabend stattfindet, ist extra für ihn und für alle, die an Leukämie erkrankt sind. Ben ist deshalb auch Schirmherr des Events.

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Darüber ist Stefan Kutsche besonders froh. Für ihn muss der Zehnjährige aus Bernstadt auch nicht unbedingt ein Superhelden-Kostüm anziehen: "Ich finde, er ist auch so ein Held", sagt der Schönau-Berzdorfer mit Blick auf all die Höhen und Tiefen der Krankheit, die Ben durchgemacht hat. Deshalb wollte er eigentlich schon im vergangenen Jahr gemeinsam mit dem Helferteam den ganz speziellen Hindernis-Gelände-Lauf kreieren. Corona kam dazwischen - und so starten die Teilnehmer an diesem Sonnabend um 10 Uhr an der Blauen Lagune.

Elegant die Rutsche meistern - Ben im Superhelden-Kostüm, weiß, wie es geht. Am Sonnabend werden hier hoffentlich viele entlang schlittern.
Elegant die Rutsche meistern - Ben im Superhelden-Kostüm, weiß, wie es geht. Am Sonnabend werden hier hoffentlich viele entlang schlittern. © Rafael Sampedro/foto-sampedro.de
So sehen die Röhren - eines von 20 Hindernissen auf der rund neun Kilometer langen Strecke - aus. Die Hürden sind machbar, meist auf verschiedene Weise.
So sehen die Röhren - eines von 20 Hindernissen auf der rund neun Kilometer langen Strecke - aus. Die Hürden sind machbar, meist auf verschiedene Weise. © Rafael Sampedro/foto-sampedro.de

Neun Kilometer lang ist die Strecke, die am und oberhalb des Berzdorfer Sees durch Wald und auf Sandwegen entlang führt. Unterwegs sind 20 selbst gebaute Hindernisse zu überwinden - wobei jedem freigestellt ist, wie er das bewerkstelligt - es gebe immer mehrere Möglichkeiten und sei auch für Menschen, die nicht trainiert haben und sich spontan entscheiden, machbar. "Es geht um den Spaß und die gute Sache", betont Kutsche.

Denn am Ende gehen reichlich 60 Prozent der Startgeldeinnahmen an die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS), vom Rest wird das Event finanziert. Über die DKMS hat auch Ben eine Spenderin gefunden, die dafür gesorgt hat, dass es ihm inzwischen wieder besser geht. "Es geht aufwärts, er kommt zu Kräften und auch mit den Blutwerten sind die Ärzte zufrieden", sagt Bens Mutter Yvonne Tasche. Zweimal pro Woche fahren sie oder ihr Mann noch bis mindestens Ende November nach Dresden in die Klinik. Sie hofft - wie alle in der Familie - dass es diesmal eine dauerhafte Genesung ist. Ben schien nach der Medikamenten-Therapie im Sommer 2019 schon über den Berg, doch dann kam die Leukämie Ende 2020 zurück.

Um möglichst viele Spenden zu sammeln und außerdem noch Menschen zu finden, die sich als Spender registrieren lassen, hoffen Tasches und Stefan Kutsche auf möglichst viele Teilnehmer. Mit rund 250 rechnen sie - aber spontane Anmeldungen sind am Sonnabend ab 8 Uhr in der Blauen Lagune höchst willkommen. Ben wird dann um 10 Uhr - und um 10.15 Uhr für das zweite Starterfeld - den Startschuss geben. Und auch Bens Familie wird dabei sein: bei den Helfern und im Starterfeld.

  • Informationen und Anmeldungen gibt es hier.

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