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Arbeit und Bildung

Fachkräftemangel bei Medizinern

Die Auswirkungen des demografischen Wandels sind schon heute spürbar!

© Darko Stojanovic / pixabay

Der demografische und digitale Wandel in Deutschland macht vor allem der Gesundheits- und Pflegebranche sehr zu schaffen. So gibt es mittlerweile einen großen Mangel für akademische und nicht akademische auf dem Arbeitsmarkt in Deutschland. Das Gesundheitswesen hierzulande kann den Bedarf an Fachkräften kaum noch aus eigener Kraft stemmen, so dass Ärzte aus Osteuropa und dem Nahen Osten, Krankenschwestern aus Portugal und Spanien sowie Krankenpfleger aus Asien immer mehr das Bild in Krankenhäuser und Arztpraxen prägen. Der große Ärztemangel und der Pflegenotstand kann demnach nur bewältigt werden, wenn ausländische Fachkräfte beworben werden. Viele Personaldienstleiter in Deutschland suchen derzeit gezielt im Ausland, um den Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Das Interesse für internationale Fachkräfte scheint dabei in den letzten Jahren deutlich angestiegen. Denn in vielen europäischen Ländern gibt es einen großen Zulauf für Deutschkurse zu verzeichnen.

Doch sind einzig allein Fachkräfte aus dem Ausland die Lösung gegen den bevorstehenden Kollaps im Pflege- und Gesundheitswesen in Deutschland?
Die Politik und das Gesundheitswesen in Deutschland sucht weiter nach Möglichkeiten, um den Mangel an Fachkräften aus eigener Hand zu bewältigen. Doch sehen die Prognosen alles andere als vielversprechend aus. Schon heute bleiben viele Stellen auf dem Arbeitsmarkt im Gesundheits- und Pflegebereich unbesetzt. In den kommenden zehn Jahren könnte sich diese Situation weiter zu spitzen. Laut Expertenprognosen könnten bis zum Jahr 2030 fast eine halbe Million Fachkräfte aus dem Medizin- und Gesundheitsbereich fehlen.
Dabei haben Personaldienstleiter schon heute einige Möglichkeiten dem derzeitigen Trend zu stoppen und Fachkräfte zu rekrutieren. Wir haben uns mit verschiedenen Lösungsansätzen beschäftigt, die den Fachkräftemangel im Pflege- und Gesundheitsbereich entgegenwirken könnten. So erhalten Sie im Folgenden einen Überblick von verschiedenen Konzepten, die den Pflegekollaps in Deutschland verhindern können.

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Ärztemangel in Deutschland durch digitale Personalberatungen abfedern

Das es in Deutschland schon heute einen echten Notstand im Gesundheitswesen gibt, ist schon längst kein Geheimnis mehr. Doch ist auch der Ärztestand hierzulande vom großen Fachkräftemangel betroffen. Der Fachkräftemangel macht sich dabei besonders deutlich bei der Stellenvermittlung von Assistenzärzten in Kliniken, aber auch bei der Nachbesetzung in Praxen gibt es schon heute einen großen Bedarf. So braucht es neue und moderne Lösungsansätze, um den großen Bedarf an Ärzten in Deutschland zu decken. Mit einer modernen und digitalen Personalberatung im Gesundheitswesen könnte das Fachkräftemangel in Deutschland deutlich entspannt werden. Dabei sind es Plattformen wie beyondhealth.de, die als digitale Schnittstelle im medizinischen Bereich dienen. Um Ärzte und Kliniken sowie Praxen zusammenzubringen sind digitale Netzwerke immer wichtiger. Hier liegt der Fokus nicht bei einer temporären Lösung zur Vakanz im Ärztestand, sondern einer Personalvermittlung von medizinischen Fachkräften in Festanstellungen. Kliniken und Praxen können so ein genaues Profil entwerfen und erhalten durch moderne Personalberatungen schnelle Lösungen präsentiert. Auch bei der Rekrutierung von Pflegefachkräften könnten digitale Personalvermittlung eine überaus gute Lösung darstellen, um den bevorstehenden Pflegekollaps abzufedern. Durch so große und umfangreiche Netzwerke gelingt es so immer da Fachkräftemangel zu beseitigen, wo die Not am größten ist. So könnten digitale Personalvermittlungen in Zukunft eine wichtige Rolle einnehmen, um Fachkräften zu offenen Stellen zu verhelfen, die perfekt zu den eigenen Qualifikationen und Präferenzen passen.

Mehr als 500.000 offene Stellen im Pflegewesen durchaus realistisch

Fest steht, dass die Rahmenbedingungen zur Stellenbesetzung für Fachkräfte im Pflege- und Gesundheitswesen grundsätzlich geändert werden müssen, um nicht in wenigen Jahren einen noch größeren Notstand ausrufen zu müssen. Soll die Versorgungsqualität hierzulande weiter aufrechterhalten werden, müssen neue Fachkräfte her. Schon heute werden mehr als 200.000 Vollzeitkräfte im Gesundheits- und Pflegewesen benötigt. Experten sind sich sicher, dass die Nachfrage für Fachkräfte aufgrund des demografischen Wandels weiter steigen wird. So könnten bis zum Jahr 2030 mehr als 500.000 Stellen im Gesundheits- und Pflegewesen unbesetzt bleiben. Der Ärztestand in Deutschland hat schon heute einen Mehrbedarf, weswegen im Jahr 2020 mehr als 30.000 Stellen nicht adäquat besetzt werden können – im Jahr 2030 sind es laut aktuellen Prognosen schon fast 80.000 unbesetzte Stellen.
Die Gründe für den großen Fachkräftemangel im Ärztestand sind dabei sehr vielseitig. Zum einen rücken immer weniger neue Absolventen im Medizinbereich nach und zum anderen üben von den knapp 10.000 frisch examinierten Medizinern nur 75 Prozent ihren Beruf als Arzt auch tatsächlich aus. Viele Mediziner gehen ihrer beruflichen Qualifikation gar nicht nach und arbeiten nur in Teilzeit, wodurch der Mangel weiterhin nicht in den Griff zu bekommen ist.

Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit dem externen Redakteur C. Tönnessen

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