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Mit diesen Tricks wird der Alltag schöner

Glückliche Momente müssen nicht die Welt kosten. Ein paar Tipps zum Tag der einfachen Freuden.

Grauer Herbst? Muss nicht sein!
Grauer Herbst? Muss nicht sein! © dpa/Franziska Gabbert

Ein Picknick am See oder eine kleine Wandertour: Verabredungen oder Wochenendausflüge müssen nicht immer teuer sein. Am Tag der einfachen Freuden geht es genau darum. Er fällt immer auf den ersten Samstag im Oktober. Das Anliegen: Man soll etwas Schönes machen, dass nichts oder höchstens ein paar Euro kostet. Klingt schwierig? Ist es aber gar nicht.

Gerade die kleinen Dinge im Alltag würden oft unterschätzt, erklärt die Psychologin Judith Mangelsdorf. „Mit dem bewussten Auskosten kleiner Freuden, wie einen Kaffee in der Sonne zu genießen, geht viel Lebensqualität einher.“

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Die besagte Tasse Kaffee, ein kleiner Spaziergang im Park oder ein paar Seiten lesen – es gehe darum, innezuhalten und den Moment bewusst zu gestalten, sagt Mangelsdorf, die Institutsleiterin der Deutschen Gesellschaft für Positive Psychologie (DGPP) ist. Denn, um glücklich zu sein, benötigten wir vor allem einen bewussten Umgang mit den Freuden des Lebens.

Ein Weg, das eigene Glücksgefühl zu beeinflussen, sei, unsere Wahrnehmung zu schulen, erklärt Wissenschaftsautor Stefan Klein. Achtsamkeit sei ein Schlüsselwort, das vor allem in den östlichen Religionen eine große Rolle spiele. „Wir sollten mehr auf das achten, was wir tun, intensiver wahrnehmen, wie beispielsweise der Kaffee schmeckt, den wir gerade trinken. Uns über die kleinen Dinge des Lebens freuen und nicht nur über die schlechten Momente ärgern“, sagt Klein. 

Viele teure Erlebnisse haben günstige Alternative

Wenn wir auch die einfachen Freuden genießen können, hat das eine entscheidende Auswirkung auf unser Leben. „Man könnte sagen: Wer in der Lage ist, kleine Freuden zu gestalten und auszukosten, kann dadurch dem Leben anders begegnen“, sagt Mangelsdorf. Das ist gerade unter großem Stress und Druck im Alltag sehr hilfreich.

Zu fast allen kostspieligen Erlebnissen gibt es auch eine günstige und meist ebenso spaßige Alternative. Es kann zum Beispiel genauso schön sein, das Candle-Light-Dinner zu Hause zu veranstalten und nicht ins Restaurant zu gehen. Und in Bibliotheken oder einem Buchladen kann man gemeinsam schnulzige Romane durchgehen und sich gegenseitig vorlesen. Zugegeben, in Zeiten von Corona ist das ein wenig komplizierter.

Und im Spätsommer und Herbst kann man mit Kindern – und natürlich auch ohne – Äpfel sammeln und zu Hause direkt einkochen. Das macht nicht nur Spaß, sondern ist auch lecker und gesund.

Ein weiterer positiver Effekt einer solchen gemeinsamen Aktion: Nichts hat einen so entscheidenden Einfluss auf unser Glück, wie die Verbundenheit mit anderen. Das hätten viele Studien im Forschungsfeld der Positiven Psychologie gezeigt, erklärt Mangelsdorf.

Mal wieder einen Brief schreiben

Warum also nicht auch anderen eine kleine Freude machen? „Ich würde mir bewusst Zeit für die Begegnung mit anderen Menschen nehmen, die mir wichtig sind“, sagt die Psychologin. Oder wie wäre es, etwa der Tochter oder einem guten Freund einen Brief zu schreiben? Das Porto kostet nur 80 Cent, die Freude über einen handgeschriebenen Brief dagegen ist unbezahlbar. Oder man besucht jemanden, den man lange nicht gesehen hat, und bringt einen selbst gebackenen Kuchen mit.

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Zeit mit anderen zu haben, gehört zu den wichtigsten kleinen Freuden. Wie wir unsere Zeit so füllen, dass sie uns und den Menschen um uns herum guttut, ist allerdings höchst individuell. „Wie Sie diese am besten gestalten, hängt von Ihren persönlichen Neigungen ab“, erklärt die Psychologin.

In unserer durch Beschleunigung und Digitalisierung geprägten Welt gebe es aber noch etwas, das man sich am Tag der einfachen Freuden schenken könne, sagt Mangelsdorf. „Nämlich unverplante freie Zeit für sich selbst.“ (dpa)

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