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Offenbar erster Fall von Affenpocken in Sachsen

Sachsens Gesundheitsministerin Köpping bestätigt die erste Affenpocken-Infektion in Sachsen. Der Betroffene soll sich in Isolation befinden.

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Elektronenmikroskopische Aufnahme von Affenpocken-Viren.
Elektronenmikroskopische Aufnahme von Affenpocken-Viren. © Andrea Männel/Andrea Schnartendorff/RKI/dpa

In Sachsen ist offenbar ein erster Fall der Affenpocken nachgewiesen worden. "Leider muss ich heute sagen, dass wir den ersten Fall für Sachsen gemeldet bekommen haben", sagte Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) im Interview mit Sachsen Fernsehen.

Dabei könnte es sich um einen bestätigten Fall in Dresden handeln. Wie das Gesundheitsamt der Landeshauptstadt am Freitag mitteilte, gebe es eine nachgewiesene Infektion sowie zwei Verdachtsfälle, bei denen sich bereits die typischen Symptome zeigen würden.

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Köpping sei mit dem Bundesgesundheitsministerium in engem Austausch und kündigt jeweils eine Affenpocken-Impfstation für Dresden, Chemnitz und Leipzig an. Dort könne man sich präventiv impfen lassen - vor allem Personen, die viel Kontakt zu anderen Menschen haben. Welche Menschen das sind, soll in Kürze noch einmal genau definiert werden. Die Quarantäne bei Affenpocken beträgt derzeit 21 Tage.

Schon am späten Donnerstagnachmittag hatte die Leipziger Volkszeitung von einem ersten Verdachtsfall berichtet. Es handele sich demnach um einen Betroffenen, der sich in häuslicher Isolation befinde. Zu diesem Zeitpunkt konnte eine Sprecherin des Sozialministeriums den Fall noch nicht abschließend bestätigen. "Es gilt das Analyseergebnis abzuwarten", hieß es.

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Affenpocken gelten verglichen mit den seit 1980 ausgerotteten Pocken als weniger schwere Erkrankung. Der Erreger wird nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) meist durch engen Körperkontakt von Mensch zu Mensch übertragen. Erste Symptome sind Fieber, Kopf-, Muskel- und Rückenschmerzen und geschwollene Lymphknoten. Großflächiger Hautausschlag ist möglich. (SZ/mxh mit dpa)

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