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Zittau

Getreidefeld und Umgebindehaus brennen

Feuer auf einem Feld in Zittau und in einem Gebäude Ruppersdorf haben am Montag mehrere Wehren beschäftigt. Nun laufen Ermittlungen der Polizei.

Der Blick von oben: Eine Fläche von 3,5 Hektar ist vom Brand betroffen. Eine Strohpresse war der Auslöser. © Zittauer Blickwinkel/Jens Neumann

In der Nähe einer Eigenheimsiedlung am Geschwister-Scholl-Ring in Zittau ist kurz nach dem Mittag ein abgeerntetes Getreidefeld in Brand geraten. Das Feuer hat sich auf einer Fläche von 3,5 Hektar ausgebreitet, wie Polizeisprecher Philipp Marko berichtet. Es drohte, auf mehrere Häuser und eine Behindertenwerkstatt zuzulaufen. Wehren aus Zittau, Olbersdorf, Jonsdorf und Großschönau waren im Einsatz. "Das Feuer ist inzwischen gelöscht", so der Sprecher. Auslöser war eine Strohpresse, die in Brand geriet. "Wir gehen von einem technischen Defekt aus", so Marko. Die Polizei hat nun Ermittlungen wegen des Verdachts der fahrlässigen Brandstiftung eingeleitet.

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Ein Paar wollte in drei Wochen in sein frisch saniertes Umgebindehaus in Ruppersdorf einziehen. Nach dem Brand vom Montag reißen die Hiobsbotschaften nun nicht ab.

Erst in den frühen Morgenstunden hat im Herrnhuter Ortsteil Ruppersdorf ein im Umbau befindliches Umgebindehaus gebrannt. Die Kameraden rückten gegen 5 Uhr aus, bestätigte Ruppersdorfs Wehrleiter Michael Jähne auf Nachfrage. Der Dachstuhl des Hauses hatte Feuer gefangen und konnte nicht mehr gerettet werden. Menschen kamen nicht zu Schaden, da sich zum Zeitpunkt des Brandes niemand in dem Haus aufgehalten hatte. "Es war ein kräftiges Feuer, wir konnten seine Ausbreitung zwar verhindern, nicht aber, dass das Dach weiter abbrennt", erklärt Jähne. Insgesamt 36 Kameraden aus Ruppersdorf, Herrnhut und Großhennersdorf waren beim Löscheinsatz vor Ort. Die Zusammenarbeit habe gut funktioniert, bestätigt Jähne.

Gegen 9 Uhr waren die Flammen gelöscht, die Feuerwehr blieb aber noch bis 11 Uhr, kontrollierte das Haus auf weitere Glutnester und beräumte den Schutt im Umfeld. Besonders bitter dabei: Das Haus wurde seit einiger Zeit saniert, die Arbeiten waren beinahe abgeschlossen. Sogar die Küche war bereits eingebaut, der Umzug der Eigentümer sollte in Kürze erfolgen. Die Feuerwehr vermutet nach erstem Überblick den Brandausbruch im Bereich des Badezimmers. Ein Brandursachenermittler wird sich morgen mit dem Fall befassen und die Spurenlage auswerten. Die Kriminalpolizei nahm die Ermittlungen auf. Der Schaden am Haus lag nach ersten Schätzungen bei mehreren hunderttausend Euro. Das Gebäude ist nun unbewohnbar.

Der Dachstuhl des fast fertig sanierten Umgebindehauses in Ruppersdorf brannte in den Morgenstunden völlig aus. © LN/Philipp Mann

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