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Gewächshaus wird Raub der Flammen

Ein Nachbar bemerkt das Feuer am Siedlerweg. Aus der Mulde müssen die Feuerwehrleute das Löschwasser heranschaffen.

© Dietmar Thomas

Von Heike Heisig und Dietmar Thomas

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Leisnig/Fischendorf. Viel mehr als das „Metallgerippe“ ist von seinem Gewächshaus nicht übrig geblieben. Der Mann, der am Siedlerweg in Fischendorf wohnt, hat in der Nacht zu Mittwoch Besuch von der Feuerwehr bekommen. Hinter seinem Wohnhaus stand das Gewächshaus in Flammen. Die hatte ein Nachbar bemerkt und den Notruf gewählt.

Gegen 2.15 Uhr ist der bei den Feuerwehrleuten eingegangen. Mit mehreren Fahrzeugen rückten insgesamt 25 Einsatzkräfte aus Leisnig sowie Brösen und Gorschmitz in Fischendorf an. Zur weiteren Brandbekämpfung musste eine Wasserversorgung über eine längere Wegstrecke aufgebaut werden. „Im Ort selbst gibt es keine Hydranten“, erklärte Gemeindewehrleiter Bernd Starke dem Döbelner Anzeiger, weshalb das Muldenwasser als Löschwasser herhalten musste. Bis 6 Uhr hatten die Helfer bei frostigen Temperaturen vor Ort zu tun, ehe sie ins Gerätehaus zurück- und einige dann gleich zur Arbeit fahren konnten.

Opfer der Flammen wurde ein mehrteiliges Gewächshaus. Ein Teil davon besteht aus einer Metall-Glas-Konstruktion, ein zweiter ist massiv gearbeitet. Dort befand sich nach Angaben des Eigentümers ein Küchenteil mit einem alten Heizkessel. Doch den habe er, so sagt der Besitzer, in der zurückliegenden Nacht nicht genutzt. Er selbst vermutet, dass eine Ratte oder eine Maus das Stromkabel angeknabbert hat und es deshalb zu einem Kurzschluss gekommen ist, der den Brand ausgelöst hat.

Die Polizei in Chemnitz konnte am Mittwoch keine Angaben zur Brandursache machen. Sprecher Andrzej Rydzik bestätigt, dass seine Kollegen vor Ort gewesen sind und den Brand aufgenommen haben. Ob weiter ermittelt wird, konnte er allerdings noch nicht sagen. Auch zur Höhe des entstandenen Sachschadens lagen der Polizei keine Informationen vor.

Für den Fischendorfer zählt neben dem materiellen genauso der ideelle Schaden. Denn das Gewächshaus war keines von der Stange. „Alles selbst gebaut“, erzählte er. Entmutigt hat ihn der Brand aber nicht. Er will noch einmal von vorn anfangen und das Gewächshaus wieder aufbauen.