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Dresden

Gewaltschutz für die Flüchtlinge

Uta Sandhop von der Diakonie will sich für bessere Bedingungen in den Heimen für Asylbewerber einsetzen.

Auch in der Unterkunft an der Bremer Straße kam es bereist zu Konflikten.
Auch in der Unterkunft an der Bremer Straße kam es bereist zu Konflikten. © Benno Löffler

Unsichere Zukunftsperspektiven, erzwungene Untätigkeiten, Konflikte zwischen verschiedenen Nationen – die Flüchtlinge in den Erstaufnahmeeinrichtungen auf der Hamburger und Bremer Straße leben in schwierigen Verhältnissen. Bedingungen, die oft zu Gewalt untereinander führen. 

Hunderte Straftaten pro Jahr zählt die Polizei. Gerade Frauen, die vor Gewalt geflohen sind und nicht selten auf der Flucht weitere Übergriffe erlebt haben, sind besonders schutzbedürftig. Gleiches gilt für Kinder und homo- und transsexuelle Menschen. Hier will das Projekt „Dezentrale Beratungs- und Unterstützungsstruktur für Gewaltschutz in Flüchtlingsunterkünften“ des Bundesfamilienministeriums ansetzen. 

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Flüchtlingsunterkünfte sowie Betreiber sollen damit bei der Verbesserung des Gewaltschutzes unterstützt und Risikoanalysen durchgeführt werden. Uta Sandhop setzt diese Aufgabe für die Diakonie um, in Dresden aber auch in ganz Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Sie war die letzten Jahre für die Johanniter-Unfall-Hilfe Dresden als Gewaltschutzkoordinatorin in Flüchtlingsunterkünften tätig. Sie besichtigte nun die verschiedenen Einrichtungen und berät die Betreiber. „Es ist beispielsweise wichtig, dass es eigene Rückzugsräume für Frauen und Spielzimmer für die Kinder gibt“, so Sandhop.

Für die Dresdner Erstaufnahmeeinrichtungen gibt es ein Gewaltschutzkonzept, so die Landesdirektion. In diesem ist unter anderem räumliche Trennung von Personen und Gruppen, bei denen die Gefahr gewaltsamer Auseinandersetzungen bekannt ist oder erkannt wird und der Schutz von durch Gewalt konkret gefährdeten Einzelpersonen durch getrennte Unterbringung verankert. In den Dresdner Aufnahmeeinrichtungen gibt es für allein reisende Frauen gesonderte Zimmer. Die Anzahl dieser Zimmer sei je nach Zugang variabel, so die Landesdirektion. In den Heimen gibt es meist ein oder zwei Spielzimmer. Dieses Angebot könne bei Bedarf erweitert werden.