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Gewerbeflächen werden knapp

Bei etlichen Firmen im Rödertal wird es eng in den Räumen. Sie erweitern.

© Thomas Kretschel

Großröhrsdorf. Kontakte knüpfen und Informationen austauschen: Das war beim 13. Firmen-Info-Treffen in Großröhrsdorf angesagt. Zu dem hatte die Stadt eingeladen. Rund 60 Unternehmer aus dem Oberen Rödertal folgten der Einladung in die Firma Sächsische Hebe- und Zurrtechnik (SHZ) am Arnsdorfer Weg. Das Unternehmen hat erst in diesem Jahr einen Erweiterungsbau in Betrieb genommen.

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Die Mitarbeiter fertigen seit 16 Jahren aus Gurtmaterial Hebeschlingen und Zurrgurte mit Ratschen und Beschlägen. Ebenfalls seit 16 Jahren ist die Firma auf Wachstumskurs.Und weil es schon wieder zu eng in der Produktion geworden war, erweiterte sich die SHZ nun schon zum dritten Mal. Die Produktionsfläche stieg dadurch um 600 Quadratmeter und verdoppelte sich damit fast. Dadurch wurde Platz für einen neuen Vollautomaten. 2 000 Schlingen pro Tag schafft der in zwei Schichten, das Zweifache als mit herkömmlicher Technik. Sieben Millionen Meter Bandmaterial verarbeitet die Sächsische Hebe- und Zurrtechnik GmbH mittlerweile im Jahr. Vor zehn Jahren waren es noch reichlich zwei Millionen weniger. An den Schlingen schweben Rohre beim Pipeline-Bau oder gewaltige Teile von Windrädern bei der Montage. Großröhrsdorfer Zurrgurte sind auch auf vielen Autotransportern und mit Brummis unterwegs, um die Ware zu sichern. Zwei Drittel der Aufträge kommen derzeit aus Deutschland. Der Rest aus dem Ausland, vornehmlich aus Ost- und Südosteuropa.

Es ist nicht die einzige Unternehmenserweiterung in diesem Jahr. Die Bandfirma Elastic Belts baute ebenfalls an. Auch neue Niederlassungen werde es geben, kündigte Bürgermeisterin Kerstin Ternes beim Firmeninfotreffen an. So errichte die Firma Exima Anlagenbau, ein Küchenanlagenbauer aus Ottendorf-Okrilla, zurzeit sein neues Firmengebäude im Gewerbegebiet Nord. Auch für das große Areal der ehemaligen Platro (Trockenfutterwerk) neben dem Rödertalpark gibt es eine Perspektive. Die SZ berichtete bereits, dass sich hier die Hellerauer Werkstätten aus Dresden niederlassen wollen. Aktuell befindet sich die Stadtverwaltung mit einem weiteren Unternehmen in Verhandlungen über eine Ansiedlung oder Erweiterung. Die größte Herausforderung sei es wohl derzeit, überhaupt neue Gewerbeflächen zur Verfügung stellen zu können. (aku/szo)