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Gewerkschaft unterstützt Schill & Seilacher

Die IG BCE setzt sich für den Wiederaufbau der havarierten Anlage des Pirnaer Chemiewerks ein – und verfolgt ein bestimmtes Interesse.

© Marko Förster

Pirna. Die Chemiegewerkschaft IG BCE macht sich Sorgen um die Arbeitsplätze in der Chemiefabrik Schill & Seilacher in Pirna-Neundorf. Der Dresdner Bezirksleiter Gerald Voigt will sich für den Wiederaufbau der havarierten P1-Anlage einsetzen. Er plant politische Gespräche und eine Demonstration in Pirna. Voigt sagte der SZ, die Gewerkschaft bereite für den 6. April eine Kundgebung mit Angestellten und deren Familienangehörigen vor. An dem Abend soll der Bauausschuss des Pirnaer Rates über das städtische Einverständnis zum Wiederaufbau der P1-Anlage entscheiden. In Pirna werde „ein politisches Spielchen mit der Angst betrieben“, so Voigt. Fachlich gebe es aus Sicht der IG BCE keine Einwände gegen den Wiederaufbau der Anlage, die am 1. Dezember 2014 explodiert war. Damals war ein Mitarbeiter getötet worden.

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Die wichtigste Anlage im Pirnaer Werk von Schill & Seilacher soll schrittweise in Betrieb gehen. Zuvor wird geprüft und getestet.

Der Gewerkschafter sagte, es sei nötig, den Nachbarn die Angst zu nehmen. Jedoch seien Unfälle durch menschliches Versagen nirgendwo auszuschließen. Die IG BCE habe selbst Interesse an höchsten Sicherheitsstandards. Doch dem Pirnaer Stadtrat dürfe die Größenordnung von 160 Arbeitsplätzen nicht egal sein. (SZ/mz)

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