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Gewusst wie, spart Energie

Die Verbraucherzentrale nimmt den Energieverbrauch bei der Meißner Landtagsabgeordneten Daniela Kuge unter die Lupe.

© VZS

Klipphausen. Der Weltverbrauchertag am 15. März stand bei der Verbraucherzentrale Sachsen dieses Jahr ganz im Zeichen der persönlichen Energiewende. Wo die heimlichen Energiefresser lauern, wollte auch die Meißner Landtagsabgeordnete Daniela Kuge (CDU) wissen und begrüßte Energieberaterin Angelika Baumgardt in ihrer Einfamilienhaushälfte in Klipphausen. So nahm die unabhängige Energieberaterin jeden Raum unter die Lupe. „Ein bisschen nervös bin ich schon“, gestand Kuge zu Beginn des Energie-Checks, schließlich wolle sie Vorbild sein.

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Dass die Sorgen der Politikerin unbegründet waren, zeigte sich in dem zweistündigen Energie-Check recht schnell. Die Beleuchtung wird in fast allen Zimmern mit den empfehlenswerten LED-Lampen betrieben. Das gibt ein grünes Häkchen im später erstellten Kurzbericht, den jeder Verbraucher schwarz auf weiß bekommt. Auch der jährliche Heizenergie- und Stromverbrauch wird von Energieexpertin Baumgardt als sehr niedrig eingestuft. „Das Einsparpotenzial ist bei einem so geringen Verbrauch recht gering, aber bisher haben wir in jedem Haushalt kleine oder auch große Verbrauchsfallen gefunden“, berichtet Baumgardt.

Der Blick in die Küche zeigte, dass Spülmaschine und Kühlschrank relativ neu und daher gering im Verbrauch sind. Auch die Temperatur im Kühlschrank um die sieben Grad kann Energieberaterin Baumgardt mit einem grünen Häkchen durchgehen lassen. Im Wohnzimmer ist er dann – der gesuchte Stromfresser: das Aquarium der Wahlkreisabgeordneten. „Wir wollen mit unserer Energieberatung keine Verbote für Hobbys und Bequemlichkeiten, wie Sauna, Wasserbett und Co. aussprechen – die Leute sollen sich einfach bewusst werden, dass so ein Aquarium im Vergleich recht viel verbraucht“, so Baumgardt. An anderer Stelle im Wohnzimmer kann gleich während des Energie-Checks Abhilfe geleistet werden. Die zusätzliche Steckerleiste für den Fernseher hat Kuge direkt parat, um den dauerhaften Stand-By-Modus einfach auszuschalten. Auch im Bad gibt es nicht viel zu beanstanden. „Manchmal helfen ja schon kleine Veränderungen beim Verhalten. Allein wäre ich allerdings nie auf die Idee gekommen, die Schleuderdrehzahl der Waschmaschine zu reduzieren um Strom zu sparen“, stellt Kuge für sich fest.

Auch die Gebäudehülle und die Heizungsanlage wurden auf den Prüfstand gestellt. Dem Baujahr 1996 entsprechend, seien die Werte von Fenstern, Türen und Dach heute nicht mehr aktuell – dennoch könne die Energieberaterin eine bauliche Maßnahme zum jetzigen Zeitpunkt nicht empfehlen, weil es nicht wirtschaftlich wäre. Ein Austausch des über 20 Jahre alten Gasheizkessels verspricht hingegen deutliche Einsparungen. Als Sofortmaßnahme wird die Installation einer Zeitschaltuhr an der Warmwasserzirkulationspumpe empfohlen. Ansonsten läuft die Pumpe 24 Stunden am Tag und verbraucht unnötig viel Strom und Wärme.

„Ich bin froh, dass ich mein Verhalten und meine Gewohnheiten nicht völlig auf den Kopf stellen muss. Die wenigen Handgriffe und Kniffe, der Energieberaterin beherzige ich künftig aber gern, um langfristig Energie zu sparen. Schließlich kann jeder seinen Beitrag leisten“, fasst Kuge am Ende des Checks zusammen und ist sich sicher, in Zukunft viel bewusster auf den Energieverbrauch achten zu wollen. (vzs)

Egal ob als Mieter oder Eigentümer – die Energie-Checks der Verbraucherzentrale nutzen. Die Kosten liegen zwischen 10 und 40 Euro, weil die unabhängige Beratung durch das Bundeswirtschaftsministerium gefördert wird. Termine gibt es kostenfrei unter 0800 809802400 oder verbraucherzentrale-energieberatung.de