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Geyersbergstraße bis Oktober dicht

Zum Krematorium kommt man nur über Umwege, die Busse werden umgeleitet. Für die Bewohner gibt es aber Ersatz.

© André Braun

Von Jens Hoyer

Döbeln. Es geht weiter mit dem Straßenbau in Döbeln. Wie angekündigt, beginnt das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) jetzt mit dem weiteren Ausbau der Staatsstraße 32, sprich Geyersbergstraße. Ab kommendem Montag wird sie im oberen Teil gesperrt. Bis voraussichtlich Oktober werden die Arbeiten an dem Abschnitt dauern. Das hat Folgen.

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Drei Bushaltestellen zwischen Körnerplatz und Krematorium können während der Bauzeit nicht in gewohnter Weise bedient werden. Mit Aushängen weist die Regiobus die Fahrgäste schon auf die Ausweichhaltestellen hin. Betroffen sind mehrere Buslinien – die Linien 923 nach Waldheim über Gebersbach und die 933 nach Otzdorf. Wer diese nutzen will, muss jetzt am Busbahnhof oder an der Roßweiner Straße einsteigen, die Busse fahren dann über Ebersbach. Auch der Stadtverkehr D wird bis Oktober nicht über die S 32 rollen. Die Busse der Linie fahren über Ebersbach hin und zurück, statt die Schleife über den Geyersberg zu nehmen. Alle anderen Haltestellen werden bedient.

Damit das Wohnviertel auf dem Geyersberg während der Bauarbeiten völlig vom öffentlichen Verkehr abgehängt ist, plant man für diese Zeit eine Alternative, so Steffen Holzapfel von Regiobus. Man sei mit der Stadt wegen eines Zusatzverkehrs im Gespräch. Der Bus soll die Haltestelle an der früheren Bäckerei bedienen.

Start mit der Kettensäge

Keine Lösung über öffentliche Verkehrsmittel gibt es allerdings für das Krematorium. Zu Trauerfeiern und zum Friedhof kommt man nur zu Fuß oder mit dem eigenen Fahrzeug. Die Zufahrt zum Krematorium und zum Parkplatz vor der Trauerhalle sei über die B 169 möglich, so Stadtsprecher Thomas Mettcher.

Das Lasuv will den letzten gepflasterten Abschnitt der Staatsstraße ausbauen lassen. Er reicht etwa von der letzten Bebauung der Geyersbergstraße bis über das Krematorium hinaus. Auch die obere Einmündung der Hainichener Straße sei von der Sperrung betroffen, so Mettcher.

Die ersten Arbeiten werden mit der Kettensäge ausgeführt. Vor dem Ausbau der Straße ist geplant, rund 100 Bäume entlang des etwa 530 Meter langen Abschnitts zu fällen. Ersatzpflanzungen sind bereits durch die Stadtverwaltung im Bärental erfolgt. Der Ausbau der alten Pflasterstraße erfolgt grundhaft. Der Straßenverlauf wird aber nicht wesentlich verändert, sodass ein aufwendiges Planfeststellungsverfahren in diesem Falle nicht notwendig war. Die Kosten für den Abschnitt belaufen sich auf rund 730 000 Euro.

Der untere Teil der Geyersbergstraße war seit den 1990er Jahren bereits ausgebaut worden – auf einem Teilstück wurde der Straßenbelag mittlerweile schon wieder erneuert. Für den weiteren Ausbau der Staatsstraße bis zu B 169 ist aber ein aufwendiges Planfeststellungsverfahren nötig, das voraussichtlich noch in diesem Jahr beantragt wird.