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Familie

Gibt es das denn wirklich?

Einhörner spielen sich leicht in Kinderherzen. Doch ihre Nichtexistenz bringt Eltern in die Zwickmühle. Wie erkläre ich das meinem Kind?

Dass Kinder sich gedanklich mit Fabelwesen wie dem Einhorn beschäftigen, ist in einem gewissen Alter ganz normal.
Dass Kinder sich gedanklich mit Fabelwesen wie dem Einhorn beschäftigen, ist in einem gewissen Alter ganz normal. © dpa-infografik GmbH

Fürth. Ein Einhorn begegnet einem in vielen Kinderzimmern. Es kommt als Stofftier, auf Federmäppchen, Handyhüllen oder der Bettwäsche daher, mal mit Sternenstaub, mal ohne Glitzer. Das Fabelwesen steht für Wunder, Magie und das Gute. Doch wie sollten Eltern reagieren, wenn das Kind fragt: "Gibt es das Einhorn wirklich?"

OSTRALE Biennale O19

Die zweite Biennale und 12. OSTRALE widmet sich ab dem 11. Juni bis zum 1. September dem Leitgedanken „ismus“.

"Das Phänomen kann man mit dem Weihnachtsmann vergleichen. So wie er kann auch das Einhorn in den Gedanken von Kindern existieren", sagt Dorothea Jung von der Onlineberatung der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung (bke). Wenn das Kind von sich aus fragt, würde sie allerdings wahrheitsgemäß antworten.

Die Expertin empfiehlt einen Besuch im Zoo

Für die "Enthüllung" biete sich als idealer Ort vielleicht sogar ein Tierpark an. "Beim Besuch im Zoo könnte man dem Kind ähnliche Tiere zeigen und erklären, wo sie eigentlich leben und wie", schlägt die Pädagogin vor. Dann ließe sich zeigen, dass es gar kein Einhorn gibt und das süße Tier ein Fabelwesen ist.

Während man sich dabei auch Bären anschaut, könne man dem Kind zeigen, dass es einen Teddybär in der klassischen Form ebenso wenig gibt. "Dann sieht und erfährt das Kind, dass ein Bärchen als Kuscheltier eben auch ganz anders aussieht als ein realer Braun- oder Eisbär", schlägt Jung vor. (dpa/tmn)