merken

VW-Manufaktur wird „Schaufenster“

Heute wurde in Dresden der letzte Phaeton montiert. VW plant, das Gebäude in ein Info-Zentrum zu verwandeln.

© VW/Oliver Killig

Von Nora Miethke

Dresden. Eine Ära geht zu Ende: In der Gläsernen Manufaktur von Volkswagen in Dresden wurde am Freitag der letzte Phaeton montiert.

StadtApotheken Dresden
Die Stadt Apotheken Dresden sind für Sie da
Die Stadt Apotheken Dresden sind für Sie da

Die Stadt Apotheken Dresden unterstützen Sie bei einer gesunden Lebensweise und stehen Ihnen sowohl mit präventiven als auch mit therapeutischen Maßnahmen, Arzneimitteln und Gesundheitsprodukten zur Seite.

Wenn die Produktionsmitarbeiter ihre weißen Anzüge für die nächsten Jahre in den Spind gehängt haben, wird die Fabrik im Stadtzentrum Dresdens umgebaut und eröffnet am 8. April als Schaufenster der Marke Volkswagen für Elektromobilität und Digitalisierung. Die Besucher können dann auf spielerische wie informative Art hautnah erleben, wie bei VW die Zukunft der Mobilität aussieht.

Was konkret zu sehen sein wird, wurde noch nicht verraten. Fest steht jedoch, dass die Beschäftigung der Stammbelegschaft gesichert ist. In Dresden werden rund 100 Mitarbeiter weiter arbeiten können. Die übrigen 400 Mitarbeiter müssen ins 115 Kilometer entfernte VW-Werk in Zwickau pendeln.

Sie hoffen auf eine Rückkehr, um den E-Phaeton oder - wie auch immer das angekündigte voll elektrische Oberklassemodell von VW heißen wird -zusammen bauen zu können. „Die Belegschaft und dieser einzigartige Standort haben es verdient, dass in Dresden bald wieder Fahrzeuge in höchster Qualität vor den Augen der Kunden und Besucher montiert werden“, mahnte Thomas Aehlig, Betriebsratschef in der Gläsernen Manufaktur. Siegfried Fiebig, Sprecher der Geschäftsführung der Volkswagen Sachsen GmbH lobte zum Abschied die „hervorragende Manufakturkompetenz“, die die Mitarbeiter in Dresden und Zwickau bewiesen hätten und die im Konzern „bekannt und geschätzt“ sei.

In Zwickau wurde die Karosserie der Luxuslimousine gefertigt. Richtig gestrahlt hat der „Phaeton“, was übersetzt „der Leuchtende“ heißt, in den vergangenen 15 Jahren nie. Bis zu 20 000 Fahrzeuge wollte VW im Jahr bauen. Mehr als 11 166 Phaetons im Rekordjahr 2011 wurden es nicht. Im vergangenen Jahr lag die Produktion nicht einmal mehr bei 4 000 Wagen. Das angekündigte neue Phaeton-Modell wurde ein Opfer des VW-Abgasskandals.