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Glashütte: Großes Interesse an der Briefwahl

Am Sonntag wird in Glashütte ein neuer Bürgermeister gewählt. Ein gutes Viertel der Wähler will seinen Stimmzettel schon vorher abgeben.

Von Maik Brückner
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Tilo Bretschneider (AfD, li.) und Sven Gleißberg (CDU-Mandat) wollen Bürgermeister in der Uhrenstadt Glashütte werden.
Tilo Bretschneider (AfD, li.) und Sven Gleißberg (CDU-Mandat) wollen Bürgermeister in der Uhrenstadt Glashütte werden. © Egbert Kamprath

An der Bürgermeisterwahl in Glashütte wollen sich offenbar viele beteiligen. Bisher - Stand Mittwochvormittag - haben 1.360 Wähler dazu schon Briefwahlunterlagen angefordert. Wie hoch der Rücklauf ist, kann die Leiterin des Gemeindewahlausschusses, Maritta Reichel, nicht sagen, da die Unterlagen in eine versiegelte Urne geworfen werden. Insgesamt sind etwas mehr als 5.500 Wähler aufgerufen, am 17. Oktober ein neues Stadtoberhaupt zu wählen.

Notwendig wird die Wahl, weil der langjährige Bürgermeister Markus Dreßler im Sommer als Beigeordneter nach Pirna gewechselt war und im ersten Wahlgang keiner der drei Bewerber die absolute Mehrheit bekam. Um das Amt des Bürgermeisters bewerben sich nun Sven Gleißberg (parteilos/Mandat CDU) und Tilo Bretschneider (AfD). Gleißberg hatte bei der Wahl am 26. September 1.976 Stimmen bekommen und damit 44,8 Prozent geholt. Bretschneider bekam 1.385 Stimmen und 31,4 Prozent.

Steffen Barthel (Freie Wähler), der bereits Ende August seinen Wahlkampf aus gesundheitlichen Gründen eingestellt hatte, erhielt 1.051 Stimmen und 23,8 Prozent. Er tritt beim zweiten Wahlgang nicht mehr an.

Einige Glashütter nutzen im Vorfeld das Briefwahllokal, um dort ihre Stimme abzugeben, weil sie sich den Gang am Sonntag ersparen wollen oder verhindert sind. Immerhin fällt diese in die sächsischen Herbstferien.

In den vergangenen Tagen kamen im Schnitt zwischen zehn und 15 Wähler ins Rathaus, um im Briefwahllokal zu wählen, sagt Maritta Reichel auf Nachfrage. Möglich sei das noch am Donnerstag zwischen 9 und 12 sowie zwischen 14 und 18 Uhr. Am Freitag öffnet das Lokal von 9 bis 12 und von 14 bis 16 Uhr.

Um eine Überfüllung des Rathaus-Briefkastens zu vermeiden, wird dieser nun dreimal am Tag, bei Bedarf noch öfters geleert. Nach Ansicht eines Lesers, sei das noch nicht ausreichend. Nach seiner Beobachtung sei der Briefkasten am Mittwoch gegen 9.15 Uhr wieder voll gewesen. Er sei nicht geleert worden, behauptet er auf Facebook. Maritta Reichel weist das zurück. Der Briefkasten sei definitiv nicht überfüllt gewesen.

"Wir haben ihn am Morgen nach 7 Uhr und gegen 11.30 Uhr geleert. 11.30 Uhr waren lediglich 15 Wahlbriefe und kaum andere Post drin", so die Chefin des Gemeindewahlausschusses. "Von Überfüllung keine Spur." Erklären kann sie sich den Vorwurf nur so. Es liegt vielleicht an der Optik. "Die Klappe des Briefkastens steht ein wenig ab und erweckt daher den Eindruck, dass der Briefkasten gefüllt ist."

Die Wahl am Sonntag wird mit 85 Helfern abgesichert.