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Glashütter Bürgermeister-Kandidat muss aufgeben

Steffen Barthel stellt seinen Wahlkampf ab sofort ein - aus gesundheitlichen Gründen. Wählbar bleibt er trotzdem.

Steffen Barthel wollte bis vor Kurzem noch Bürgermeister in Glashütte werden. Nun nicht mehr.
Steffen Barthel wollte bis vor Kurzem noch Bürgermeister in Glashütte werden. Nun nicht mehr. © Karl Ludwig Oberthür

Das ist ein Paukenschlag. "Ich habe der Stadt Glashütte am Freitag mitgeteilt, dass ich meine Kandidatur zur Bürgermeisterwahl zurückziehe", sagt Steffen Barthel. Ab sofort stellt er jegliche Wahlkampfaktivität ein, sagte er gegenüber saechsische.de. Dafür macht er gesundheitliche Gründe geltend. Das habe er vor seiner Kandidatur nicht gewusst. Deshalb kommt das jetzt so überraschend.

Nominiert wurde er von der Freien Wählergemeinschaft Johnsbach, er sollte nach seiner Wahl die Nachfolge von Markus Dreßler (CDU) antreten. Der war bereits Anfang Juli ins Pirnaer Rathaus als Beigeordneter gewechselt.

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Die Bürgermeisterwahl in Glashütte findet zeitgleich mit der Bundestagswahl am Sonntag, dem 26. September, statt. Das ist schon in vier Wochen. Deshalb ist ein Rücktritt auch nicht mehr so einfach möglich. Weil die Stimmzettel bereits gedruckt sind, kann Barthel trotz seines Rückzugs gewählt werden. Er bittet aber darum, das nicht zu tun.

Sollte er dennoch im ersten Wahlgang mehr als die Hälfte der Stimmen bekommen, wäre er zwar gewählt, sein Rücktritt aus gesundheitlichen Gründen würde aber greifen und es müsste erneut gewählt werden. Das will er der Stadt ersparen.

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Barthel ist auch Stadtrat und Ortschaftsrat in Johnsbach. Das sind Ehrenämter, die er auch weiter wahrnehmen werde, wie er sagt. Das Bürgermeisteramt ist dagegen eine hauptamtliche Tätigkeit.

Ohne Barthel bleiben nun noch zwei Kandidaten übrig: Sven Gleißberg (parteilos), der vom CDU-Stadtverband nominiert wurde und von der Wählervereinigung Schlottwitz unterstützt wird, und Tilo Bretschneider (AfD).

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