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Glashütte: Elternbeiträge steigen enorm

Die Abrechnung für 2020 liegt vor. Nun greift ein Automatismus, auf den sich der Stadtrat im Frühjahr verständigt hat. Was das in Euro und Cent bedeutet.

Die Elternbeiträge für die Betreuung von Kindern in den Glashütter Kindereinrichtungen werden ab September deutlich teurer.
Die Elternbeiträge für die Betreuung von Kindern in den Glashütter Kindereinrichtungen werden ab September deutlich teurer. © dpa-Zentralbild

Glashütter Eltern müssen für die Betreuung ihrer Kinder in den Kitas und Horten ab Herbst tiefer in die Tasche greifen. Die Elternbeiträge werden erhöht. Eine Anpassung sei notwendig, erklärte die Verwaltung auf der jüngsten Sitzung des Stadtrates. Grundlage für die neuen Elternbeiträge ist die Betriebskostenabrechnung für 2020, die nun vorliegt und - das ist noch maßgeblicher - ein Mechanismus, auf den sich der Stadtrat im Frühjahr verständigt hat.

Denn damit werden die Eltern stärker an den Betriebskosten beteiligt. Der Stadtrat legte neue Prozentzahlen fest, die nun dazu genutzt werden, um den Elternanteil an den Kita-Kosten zu errechnen. So trugen die Eltern bei einem Krippenplatz bisher 16,9 Prozent der Kosten, ab dem September sind es 20 Prozent. Beim Kindergarten erhöht sich der Elternanteil von 21,2 auf 25 Prozent, beim Hort von 21,4 auf 25 Prozent.

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Höhere finanzielle Beteiligung der Eltern

Die neuen Prozentsätze wurden über die Betriebskosten von 2020 gelegt, die sich aus Sach- und Personalkosten errechnen. Hier gab es unterschiedliche Entwicklungen, erklärte die Verwaltung.

So hat sich der personelle Aufwand für die Betreuung der Kinder geringfügig erhöht. Gegenüber dem Vorjahr stiegen die Personalausgaben pro voll angestelltem Mitarbeiter um rund drei Prozent.

Gesunken sind hingegen die Sachkosten - und das erheblich: um 19,7 Prozent. Das gehe auf die Schließungen der Kitas und Horte infolge des Lockdowns zurück, erklärt Hauptamtsleiter Julienne Döring in der Vorlage der Verwaltung. Sachkosten machen allerdings nur einen kleineren Anteil in den Gesamtkosten aus. Im Ergebnis steigen die Beiträge.

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Für eine neunstündige Betreuung ihres Kindes in der Krippe müssen Eltern ab dem 1. September 248,65 (bisher 210) Euro pro Monat zahlen. Eine neunstündige Kindergarten-Betreuung kostet monatlich 129,51 (bisher 110) Euro, ein Sechs-Stunden-Platz im Hort 69,93 (bisher 60) Euro. Sonderregelungen gibt es für Geschwisterkinder und Kinder von Alleinerziehenden.

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