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Schlottwitz: Sportplatz-Rowdy meldet sich beim Bürgermeister

Der Verursacher der Schäden auf dem Fußballplatz hat das Angebot des Glashütter Bürgermeisters angenommen. So geht es jetzt weiter.

Von Maik Brückner
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Glashüttes Bürgermeister Sven Gleißberg hatte die Schäden auf dem Fußballplatz öffentlich gemacht und den Verursacher gebeten, sich zu melden.
Glashüttes Bürgermeister Sven Gleißberg hatte die Schäden auf dem Fußballplatz öffentlich gemacht und den Verursacher gebeten, sich zu melden. © Sven Gleißberg

Der Druck ist zu groß geworden: Sonnabendabend hat sich der junge Mann gemeldet, der mit dem Auto auf dem Fußballplatz in Schlottwitz ein "Fahrtraining" absolviert und an anderer Stelle einen Zaun beschädigt hatte. Er stand vor der Tür von Glashüttes Bürgermeister Sven Gleißberg (parteilos).

Dort hatte er zugegeben, dass er der Verursacher der Schäden sei. "Er hat sich aufrichtig bei mir entschuldigt", so der Rathauschef. Dies werde er auch noch gegenüber dem SV Glashütte, der den Platz ehrenamtlich betreibt, zum Ausdruck bringen.

Offenbar haben ihm auch Freunde und Familienangehörige dazu geraten. Denn im Laufe der Woche hatten sich die Hinweise zum möglichen Verursacher verdichtet. Pech für den jungen Mann. Denn Gleißberg hatte die Schäden im Laufe der Woche über Sächsische.de und den MDR-Sachsenspiegel öffentlich gemacht und dort dem Verursacher angeboten, eine für beide Seiten einvernehmliche Lösung zu finden. Dabei setzte er diesem eine Frist bis zum 13. Dezember. Da die eingegangenen Hinweise so erdrückend gewesen sind, hat Gleißberg diese der Polizei am Freitag übergeben.

So sah der Boden des Fußballplatzes nach dem "jugendlichen Fahrtraining" aus.
So sah der Boden des Fußballplatzes nach dem "jugendlichen Fahrtraining" aus. © Sven Gleißberg

"Ich bin dankbar, dass der Verursacher seinen Fehler eingesehen hat und dafür auch einstehen wird", so Gleißberg. "Wir werden uns dazu im Verlauf der Woche zusammensetzen." Gleißberg ist der Meinung, dass jeder eine zweite Chance verdient habe. Im Gespräch soll geklärt werden, wie die Schäden schnell beseitigt werden können. Passieren soll das voraussichtlich im Frühjahr.

Dazu werden eventuell auch Fachfirmen herangezogen. Der junge Mann, der im Stadtgebiet wohnen soll, habe bereits angeboten, selbst Hand anzulegen. Er könne auch auf die Unterstützung von Freunden und Familienangehörigen zählen.