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Glashütte: Landwirt reißt Brand-Stall ab

In ein paar Tagen soll von den Ruinen nichts mehr zu sehen sein. Danach will Jochen Böhme mit dem Neubau beginnen.

Nach einem Brand lässt Landwirt Jochen Böhme seine Scheunen abreißen. Nächste Woche soll die Arbeiten abgeschlossen sein.
Nach einem Brand lässt Landwirt Jochen Böhme seine Scheunen abreißen. Nächste Woche soll die Arbeiten abgeschlossen sein. © Karl-Ludwig Oberthür

Da war nichts mehr zu retten. Nach dem Brand am 22. April blieb dem Cunnersdorfer Landwirt Jochen Böhme nichts anderes übrig, als die Überreste der beiden Gebäude abreißen zu lassen. Aus statischen Gründen, sagt er. Das Feuer und das Löschwasser setzten den Mauern zu. Was dann noch stehen blieb, wurde vom großen Bagger beschädigt, den die Feuerwehr einsetzte, um Glutnester zu finden.

Der Abriss der beiden Gebäude hat vor eineinhalb Wochen begonnen. Böhme schätzt, dass die Arbeiten in einer Woche abgeschlossen werden können. Der eigentliche Abriss sei ja nur ein Teil der Arbeiten, erklärt er. Aufwendiger sei es, das Material zu sortieren. Steine, verwertbares Holz, verkohltes Holz...

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Am 22. April brannten die beiden im Eck stehenden Gebäude ab.
Am 22. April brannten die beiden im Eck stehenden Gebäude ab. © privat
Böhmes Mitarbeiterin Sylvia Busch war froh, dass alle Tiere den Brand heil überstanden haben.
Böhmes Mitarbeiterin Sylvia Busch war froh, dass alle Tiere den Brand heil überstanden haben. © Egbert Kamprath
So sah die Brandstelle einen Tag nach dem Unglück aus.
So sah die Brandstelle einen Tag nach dem Unglück aus. © Egbert Kamprath
Vor gut eineinhalb Wochen begann der Abriss.
Vor gut eineinhalb Wochen begann der Abriss. © Karl-Ludwig Oberthür

Wenn der Bauschutt weg ist, soll dort ein neues, ebenfalls L-förmiges Gebäude entstehen. Es soll eine einfache Halle werden. "Heute ist es nicht mehr üblich, einen Stall mit darüberliegendem Lager zu bauen", sagt Böhme. So nutzte er die beiden früheren Gebäude.

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Während es oben im Gebäude brannte, standen noch Kühe unten im Stall. Ein Wohngebäude konnte gerettet werden.

Unklar ist, wann die Arbeiten an der Halle beginnen können. Er hatte sich zwar an Bauunternehmen gewandt. Doch in den letzten Wochen habe er gar keine Angebote bekommen, sagt Böhme. Die Bücher der Baufirmen waren voll. Nun bessere sich die Situation, die ersten Angebote kamen rein. Böhme hofft, dass der Bau der Halle 2022 beginnen kann.

Die Tiere, die er und seine Mitarbeiter damals retten konnten, stehen nun in anderen Ställen und sind gut versorgt. "Wir kommen hin", sagt Böhme.

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